Lösung

    Prüftermine für Kundengeräte: STK, MTK und Protokolle beim Dienstleister

    PARITY.med plant und dokumentiert Sicherheits- und messtechnische Kontrollen an Medizinprodukten aus Sicht des Dienstleisters: Gerätebestand je Kunde, Prüfvorlagen je Geräteart mit Intervall und Rechtsgrundlage, Protokoll-Erfassung vor Ort mit Foto und Unterschrift, PDF und automatisch berechneter Folgetermin.

    Gerätebestand je KundeVorlagen für STK, MTK, DGUV V3Protokoll mobil am GerätPDF mit Foto und Signatur

    Warum Betreiber-Werkzeuge hier nicht passen

    Die meiste Software für Medizinprodukte-Prüfungen ist für den Betreiber gebaut: eine Praxis oder Klinik verwaltet ihre eigenen Geräte und erinnert sich an Fristen. Ein Fachhändler oder technischer Dienstleister hat das gespiegelte Problem — viele Kunden, tausende fremde Geräte, Techniker unterwegs und eine Dokumentationspflicht, die beim Kunden liegt und deren Nachweis trotzdem von uns kommen muss.

    • Der Gerätebestand gehört dem Kunden, gepflegt wird er beim Dienstleister
    • Fristen laufen je Gerät, nicht je Kunde — eine Liste pro Kunde reicht nicht
    • Das Protokoll entsteht vor Ort am Gerät, nicht abends im Büro
    • Prüfergebnis, Messwerte und Unterschrift müssen zusammen an einer Stelle liegen und Jahre später auffindbar sein

    So läuft es ab

    1. 1. Geräte je Kunde führen

      Hersteller, Modell, Seriennummer, Auslieferdatum, Kategorie und Kundenzuordnung stehen am Gerät. Der Bestand kommt beim Wechsel aus b-med mit — der Import legt Hersteller, Kategorien, Gerätearten, Geräte und Prüfpläne in FK-sicherer Reihenfolge an, nicht als Rohdatenhaufen.

    2. 2. Prüfvorlagen je Geräteart einstellen

      Eine Vorlage trägt den Prüfartcode (STK, MTK, DGUV V3), das Intervall in Monaten, die nötige Messausrüstung und die Rechtsgrundlage als Quellenangabe. Jeder Mandant startet mit einem Katalog und passt ihn an: eigene Codes, eigene Intervalle, Vorlagen abschalten, die er nicht braucht.

    3. 3. Prüfung vor Ort erfassen

      Der Techniker öffnet das Gerät per QR-Code am Gerät und erfasst Ergebnis, Befunde, Fotos und die Unterschrift des Kunden auf dem Tablet. Fehlt bei einem Ergebnis „nicht bestanden“ der Befund, geht das Protokoll nicht durch — die Pflichtfelder hängen am Ergebnis, nicht am guten Willen.

    4. 4. PDF, Norm-Check und Folgetermin

      Aus dem Protokoll entsteht das PDF mit eingebetteter Signatur und den Fotos. Der Norm-Check prüft es gegen die Vorlage: fehlt die verlangte Unterschrift, blockt die PDF-Erzeugung; fehlt ein Beleg-Foto zur verlangten Messausrüstung, gibt es eine Warnung statt einer Blockade. Das nächste Prüfdatum leitet das System aus dem Intervall der Vorlage ab und prüft es gegen die gesetzliche Obergrenze.

    5. 5. Fällige Geräte im Blick behalten

      Jedes Gerät trägt seinen Status — in Ordnung, bald fällig, überfällig. Was „bald“ heißt, stellt der Mandant ein. Aus der Fälligkeitsliste entsteht der Termin mit Datum, Techniker und geschätzter Dauer, und aus mehreren Terminen eine Tour: Adressen werden geokodiert, die Reihenfolge nach Postleitzahl vorsortiert, die Feinplanung bleibt beim Disponenten.

    Was der Kunde davon sieht

    Das Protokoll ist der Nachweis, den der Betreiber für seine eigene Pflicht nach der Medizinprodukte-Betreiberverordnung braucht. Es liegt als PDF am Gerät und lässt sich herausgeben, ohne dass jemand einen Ordner durchsucht. Für einweisungspflichtige Geräte gibt es zusätzlich das Übergabeprotokoll nach § 10 MPBetreibV: Protokoll am Gerät anlegen, von jeder eingewiesenen Person einzeln bestätigen lassen, abschließen — danach ist es unveränderlich und erzeugt den ersten Prüftermin.

    • Prüfprotokoll als PDF, mit Fotos und Unterschrift
    • Übergabe- und Einweisungsprotokoll mit mehreren Eingewiesenen, je eigene Bestätigung
    • Eigener Nummernkreis, Momentaufnahme der Stammdaten beim Abschluss

    Warum das im selben System steht wie der Handel

    Verkauf und Service sind beim Fachhandel dieselbe Kundenbeziehung: das Gerät, das ihr geliefert habt, prüft ihr in zwei Jahren wieder. In PARITY.med teilen sich beide Module den Kundenstamm — ein Kunde, eine Adresse, ein Ansprechpartner. Die Lizenz gilt trotzdem je Modul: wer nur prüft, bucht nur Prüftermine.

    Was heute noch nicht geht

    Stand 17. September 2026. Diese Punkte ändern sich; das Datum sagt dir, wie frisch die Auskunft ist.

    • Die Tourenreihenfolge entsteht aus einer groben Sortierung nach Postleitzahl, nicht aus einer echten Routenoptimierung über Fahrzeiten. Für eine Mehrtagestour mit engem Zeitfenster bleibt die Feinplanung Handarbeit.
    • Erinnerungen entstehen automatisch: ein nächtlicher Lauf legt die fälligen Erinnerungen an und stellt sie ins interne Postfach. Was fehlt, ist der Transport nach außen — die E-Mail an den Kunden ist noch nicht gebaut, der Versand bleibt bis dahin ein Arbeitsschritt im Innendienst.
    • Im Kundenportal sieht der Endkunde seine Geräte mit Hersteller, Modell, Seriennummer, Standort, Status und nächstem Prüftermin. Was dort noch fehlt: das Prüfprotokoll zum Herunterladen und die Terminanfrage aus dem Portal heraus.
    • Beim Einweisungsprotokoll sind Anlage, Bestätigung vor Ort und Abschluss gebaut; das PDF nach eurer Vorlage, die Fernbestätigung per Link und die Anzeige im Kundenportal fehlen noch.
    • Ob eine einfache digitale Unterschrift für § 10 MPBetreibV rechtlich trägt, ist nicht abschließend geklärt. Wir halten Name, Zeitpunkt und Bestätigungsweg fest — das braucht jede Variante. Ob damit das Papier entfällt, entscheidet ihr mit eurer Rechtsberatung.

    Häufige Fragen

    Nein, und das ist der Unterschied zu den meisten Werkzeugen in diesem Feld. PARITY.med ist für den Dienstleister gebaut: für den Fachhändler oder Medizintechnik-Betrieb, der Kundengeräte prüft, wartet und dokumentiert. Die Praxis ist in diesem Modell der Kunde — sie bekommt das Protokoll, sie pflegt es nicht.
    Die Vorlagen sind nicht auf eine feste Liste festgelegt. Mitgeliefert werden die gängigen Codes für sicherheitstechnische Kontrolle (STK), messtechnische Kontrolle (MTK) und die Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel nach DGUV Vorschrift 3. Eigene Prüfarten legt ihr selbst an, mit eigenem Intervall und eigener Rechtsgrundlage.
    Die Erfassung läuft im Browser des Tablets oder Telefons, sie braucht also eine Verbindung. Ein durchgehender Offline-Betrieb mit späterem Abgleich ist nicht gebaut. Wenn ihr regelmäßig in Kellern ohne Empfang prüft, sagt es im Gespräch — dann ist das ein Thema für die Einführung und keine Überraschung im Betrieb.
    Der Import bringt Hersteller, Gerätekategorien, Gerätearten, Prüfvorlagen, Geräte, Prüfpläne und Prüftermine mit. Für Geräte, die in b-med an einer generischen Vorlage hängen, legt der Import eine eindeutige Geräteart an, statt sie zusammenzuwerfen. Protokoll-Anhänge aus dem Altsystem kommen als Metadaten mit; die Dateien selbst sind ein eigener Schritt beim Onboarding.
    Aus dem Intervall der Prüfvorlage, gerechnet ab dem Prüfdatum im Protokoll. Das Ergebnis wird gegen die gesetzliche Obergrenze geprüft und der zugehörige Termin automatisch abgeschlossen. Ein Datum, das jemand von Hand überschreibt, bleibt sichtbar als das, was es ist: eine Abweichung von der Vorlage.
    DW
    Fachlich geprüft am 17. September 2026
    Dominik Wild
    Geschäftsführer, PARITY Software GmbH

    Dominik Wild ist Geschäftsführer der PARITY Software GmbH und verantwortet neben dieser Funktion aktuell die Produktentwicklung von PARITY.med. Mit über 25 Jahren Erfahrung in der Standardsoftware-Entwicklung, Zoll- und Außenwirtschaft sowie in der Entwicklung von ERP-Systemen für regulierte Branchen begleitet er den Medizinprodukte-Fachhandel bei Digitalisierung, MDR-Compliance und Migrationsprojekten — vom Mittelständler bis zum spezialisierten Großhandel.

    Bring einen echten Prüffall mit, wir gehen ihn im System durch

    30 Minuten Bildschirmtermin: ein Gerät, eine Prüfart, ein Protokoll. Wir zeigen die Erfassung auf dem Tablet, die PDF-Erzeugung mit Signatur und die Berechnung des Folgetermins — und sagen dir an der Stelle, an der es heute endet, dass es dort endet. Tourenplanung und automatische Erinnerungen siehst du in dieser Demo nicht, weil sie noch nicht laufen.