Wie liefert ein Lieferant per Strecke direkt an meinen Kunden?
Wie liefert ein Lieferant per Strecke direkt an meinen Kunden?
Schritt für Schritt
- Lieferanten auf Strecke stellen — öffne den Lieferanten und wähle im Abschnitt „Streckenlieferung“ „möglich“ oder „Standard für alle Artikel“. Mit „Standard für alle Artikel“ schlägt PARITY.med für jeden seiner Artikel die Strecke vor, mit „möglich“ nur dort, wo der Artikel es vorgibt. Im Feld „Hinweis zur Streckenlieferung“ steht, was auf jeder Strecken-Bestellung bei diesem Lieferanten mitgehen soll, etwa „Bitte neutral liefern, Lieferschein ohne Preise“.
- Artikel einstellen (optional) — am Artikel legst Du im Abschnitt „Streckenlieferung“ mit „Standard-Lieferweg“ fest, was für genau diesen Artikel gilt: „wie Lieferant“, „eigenes Lager“, „Strecke“ oder „Strecke, wenn Bestand nicht reicht“. Für viele Artikel auf einmal markierst Du sie in der Artikelliste und wählst „Lieferweg setzen“.
- Auftrag erfassen — eine Position mit Strecken-Vorgabe steht im Lieferplan gleich als „Strecke · <Lieferant>“, im Schnellauftrag als „Strecke · <Lieferant> liefert direkt“. Bei „Strecke, wenn Bestand nicht reicht“ kommt zuerst Dein freier Bestand, nur der Rest per Strecke.
- Lieferweg ändern (optional) — an der Lieferquelle der Position wählst Du „Eigenes Lager“, „Aufteilen“ oder „Strecke“ und bei der Strecke den Lieferanten. Mit „Versandlager“ stellst Du alle Positionen auf einmal um, zum Beispiel ganz auf das eigene Lager.
- Auftrag bestätigen — Streckenpositionen gelten als gedeckt und binden keinen eigenen Bestand. Die Lieferanschrift des Auftrags muss vollständig sein.
- Strecken-Bestellung senden — kurz nach dem Bestätigen legt PARITY.med je Strecken-Lieferant eine Bestellung mit dem Abzeichen „Strecke“ an, als Entwurf mit der Anschrift Deines Kunden. Der „Nächste Schritt“ im Auftrag sagt „Strecken-Bestellung … an <Lieferant> senden.“ An der Bestellung klickst Du auf „Bestellung senden“; die Bestellung geht als PDF per E-Mail an den Lieferanten, mit dem Block „Streckenlieferung an:“ und Deinem Hinweis.
- Lieferung erfassen — sobald der Lieferant geliefert hat (Lieferschein, Versandmail oder Rechnung), öffnest Du an der Strecken-Bestellung oder im „Nächsten Schritt“ des Auftrags „Lieferung erfassen“. Trag das Lieferdatum ein und, wenn vorhanden, die Lieferschein-Nr. des Lieferanten, Charge, Verfall und Seriennummern. Mit „Alles geliefert“ buchst Du alle offenen Mengen auf einmal, sonst mit „Lieferung buchen“.
- Rechnung schreiben — PARITY.med legt am Auftrag einen Strecken-Lieferschein ohne Warenausgang an. Die Position steht auf „zu berechnen“, das Lieferdatum ist das Leistungsdatum.
Überblick
Bei der Streckenlieferung schickt der Lieferant die Ware direkt an Deinen Kunden; sie berührt Dein Lager nie. Du kaufst beim Lieferanten und verkaufst an Deinen Kunden wie bei jedem anderen Auftrag.
PARITY.med kennt dafür zwei Übertragungswege:
- Co-med: Die Strecken-Bestellung geht automatisch als Auftragsdatei an Co-med, die Lieferung kommt über die Co-med-Rückmeldung von selbst zurück. Das beschreibt Co-med-Artikel an Kunden verkaufen.
- Alle anderen Lieferanten, zum Beispiel Amefa oder Hersteller: Die Strecken-Bestellung geht per E-Mail raus, die Lieferung erfasst Du von Hand. Das beschreibt dieser Artikel.
In b-med-Daten eines Fachhändlers gingen 247 von 256 Strecken-Bestellungen bei anderen Lieferanten als Co-med per E-Mail raus — meist Praxismöbel, Sterilisatoren und Geräte, die der Hersteller direkt anliefert.
Woher weiß PARITY.med, welcher Artikel per Strecke kommt?
Den Vorschlag bestimmt zuerst der Artikel, dann der Lieferant. Steht am Artikel „wie Lieferant“, gilt die Einstellung des Lieferanten: Bei „Standard für alle Artikel“ kommt die Position als Strecke, sonst aus dem eigenen Lager.
Welcher Lieferant die Strecke liefert, nimmt PARITY.med aus den Lieferanten des Artikels: zuerst den bevorzugten Lieferanten, wenn er per Strecke liefert, sonst den streckenfähigen mit dem günstigsten gültigen Einkaufspreis. Co-med-Artikel gehen bei eingeschalteter Co-med-Strecke immer an Co-med.
Der Vorschlag ist nur ein Startwert. Derselbe Artikel geht in der Praxis mal per Strecke und mal aus dem eigenen Lager; Du entscheidest an jeder Position.
Voraussetzungen
- Der Lieferant ist am Artikel als Lieferant hinterlegt und steht bei „Streckenlieferung“ nicht auf „nicht möglich“.
- Der Lieferant hat eine E-Mail-Adresse für Bestellungen (Einkauf) oder eine allgemeine E-Mail-Adresse. Ohne Adresse markierst Du die Bestellung nach einer Bestellung per Telefon oder Portal mit „als versendet markieren“.
- Rechte: „Geschäftspartner bearbeiten“ und „Artikel bearbeiten“ für die Einstellungen, „Bestellungen an Lieferanten versenden (Entwurf → Versendet)“ zum Senden, „Wareneingang einbuchen (Charge / Verfallsdatum / Seriennummer / UDI)“ für „Lieferung erfassen“.
Was kann ich an der Strecken-Bestellung noch ändern?
Im Entwurf änderst Du Preis, Rabatt und Texte. Menge und Artikel folgen dem Auftrag; PARITY.med zeigt dafür den Hinweis „Positionen folgen dem Auftrag“. Soll sich die Menge ändern, änderst Du den Auftrag.
Was passiert, wenn ich einen Auftrag mit Strecke storniere?
Ist die Strecken-Bestellung noch ein Entwurf, storniert PARITY.med sie mit. Ist sie schon an den Lieferanten gesendet, bleibt sie stehen: Storniere sie beim Lieferanten und danach in PARITY.med.
Was mache ich, wenn der Lieferant nicht liefern kann?
Vor dem Bestätigen stellst Du die Position an der Lieferquelle auf „Eigenes Lager“. Nach dem Bestätigen lässt sich die offene Strecken-Menge zurück ins eigene Lager holen, solange die Strecken-Bestellung noch nicht gesendet oder schon storniert ist; sie wird dann wie eine Nachlieferung aus Deinem Lager reserviert.
FAQ
Muss ich für die Strecke einen eigenen Lieferschein drucken? Nein. Der Lieferant legt seinen Lieferschein bei. Der Strecken-Lieferschein in PARITY.med ist Dein interner Beleg für Rechnung und Rückverfolgbarkeit.
Was ist, wenn Charge oder Verfall bei der Lieferung fehlen? Der Strecken-Lieferschein entsteht trotzdem. Die Position ist markiert, und Du trägst die Angaben am Lieferschein mit „Nachtragen“ nach.
Ich habe eine Lieferung falsch erfasst. Was nun? Storniere den Strecken-Lieferschein. PARITY.med nimmt die Menge an der Strecken-Bestellung zurück, und Du erfasst die Lieferung neu unter einer anderen Lieferschein-Nummer.
Zählt eine Strecken-Bestellung als offene Bestellmenge für mein Lager? Nein. Sie bucht keinen Wareneingang und zählt nicht in die Bestellvorschläge für Dein Lager.
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Letzte Aktualisierung: 09.10.2026