Wie sehe ich den Bestand und die Bewegungen eines Artikels?
Wie sehe ich den Bestand und die Bewegungen eines Artikels?
Öffne den Artikel unter Artikel und wechsle auf den Reiter Lager & Chargen. Oben steht groß, wie viel verfügbar ist, mit einem Balken aus verfügbar, reserviert, gesperrt und bestellt. Darunter folgen die Chargen nach MHD und die Bewegungen als Verlauf; rechts steht, wo die Ware liegt und wofür sie reserviert oder bestellt ist.
Schritt für Schritt
- Öffne Artikel in der Navigation und wähle den Artikel aus.
- Die Artikelseite öffnet auf dem Reiter Übersicht. Wechsle oben auf den Reiter Lager & Chargen.
- Lies oben die verfügbare Menge, daneben „von … am Lager · … reserviert · … bestellt“. Der Balken zeigt dieselben Mengen, der senkrechte Strich markiert den Meldebestand.
- Handle direkt von hier: Umlagern und Bestand korrigieren öffnen die bekannten Dialoge mit dem Artikel vorbelegt, Nachbestellen eine neue Bestellung beim bevorzugten Lieferanten. Jede Aktion erscheint nur mit dem passenden Recht.
- Prüfe unter Chargen, welche Charge zuerst raus muss (siehe unten).
- Sieh rechts unter Wo liegt die Ware, wie sich der Bestand auf die Läger verteilt, und unter Reserviert und Bestellt, für welche Aufträge Ware festliegt und welcher Nachschub kommt.
- Lies unter Bewegungen, was zuletzt gebucht wurde.
Hat der Artikel keinen gebuchten Bestand oder keine Bewegungen, zeigt der Reiter einen entsprechenden Hinweis statt einer leeren Tabelle.
Die Chargenliste
Bei Chargen- oder MHD-Pflicht stehen alle Chargen des Artikels in einer Liste, sortiert nach MHD, die früheste zuerst. Je Charge siehst Du MHD mit „in N Tagen“ (bei 30 Tagen oder weniger gelb, abgelaufen rot), Menge und Lagerplatz (bei mehreren Plätzen der erste und „+N“). Die nicht gesperrte, nicht abgelaufene Charge mit dem frühesten MHD ist als zuerst raus markiert.
Über die Schaltflächen oben filterst Du nach Am Lager, Alle oder Gesperrt. Das Menü ⋯ einer Charge bietet, je nach Recht:
- Charge sperren bzw. Sperre aufheben
- Verfall / UDI korrigieren
- Rückverfolgen — öffnet die Rückverfolgung mit dieser Charge und sucht sofort, an wen sie ging
- Etiketten drucken — Etiketten mit Artikel, Charge und MHD als PDF (21 je A4-Bogen)
Der schnelle Blick: die Karte „Lager & Nachschub"
Für die Frage am Telefon („Haben wir das da?") reicht meist schon der Reiter Übersicht. Die Karte Lager & Nachschub zeigt:
- groß die verfügbare Menge, etwa „48 Packungen verfügbar"
- daneben die Reichweite als Schätzung, etwa „reicht etwa 5 Monate": verfügbar geteilt durch den Monatsschnitt der letzten 12 Monate. Unter einem Monat ist sie gelb. Sie erscheint nur, wenn etwas verfügbar ist und Du Rechnungen und alle Kunden sehen darfst.
- einen Balken aus verfügbar, reserviert, gesperrt und bestellt (gestrichelt); der senkrechte Strich markiert den Meldebestand. Ist er erreicht, steht in der Legende erreicht.
- die Kachel Nächster Eingang: Wochentag, Datum und „in N Tagen", darunter Menge, Lieferant und die Bestellnummer als Link
- bei Chargen- oder MHD-Pflicht die Kachel Zuerst raus: die nicht gesperrte Charge mit dem frühesten MHD, die noch nicht abgelaufen ist, mit „in N Tagen". Bei 30 Tagen oder weniger ist die Kachel gelb.
- MHD abgelaufen: Ware mit überschrittenem MHD steht als rote Kachel daneben und wird nie als „zuerst raus" vorgeschlagen
Der Link Lager & Chargen in der Karte führt auf den Reiter mit allen Details.
Was zeigen „Reserviert“ und „Bestellt“?
Die Karten Reserviert und Bestellt rechts gelten für den ganzen Artikel — unabhängig davon, in welchem Lager die Ware liegt. Oben rechts in der Karte steht die Summe, darunter jeder Eintrag einzeln.
Reserviert ist die Menge, die bereits Aufträgen fest zugeordnet ist. Je Reservierung steht die Auftragsnummer, der Kunde, die Menge, Reserviert am und der Wunschtermin. Die Auftragsnummer ist ein Link auf den Auftrag. Die älteste Reservierung steht oben — in dieser Reihenfolge wird der Bestand bedient.
Nur gedeckte Reservierungen zählen in die Kennzahl. Zusagen aus Aufträgen, für die aktuell keine Ware da ist, stehen in derselben Karte unter der eigenen Überschrift „Nicht gedeckt — nachzuliefern" und bleiben außerhalb der Summe: sie binden keinen Bestand.
Bestellt ist die noch offene Menge aus laufenden Bestellungen beim Lieferanten. Je Bestellung steht die Bestellnummer, der Lieferant, die offene Menge und der erwartete Termin mit Wochentag und „in N Tagen“. Die Bestellnummer ist ein Link auf die Bestellung. Ist kein Liefertermin bekannt, steht dort ohne Termin.
Gezählt werden Bestellungen im Status versendet oder teilweise geliefert; als Termin gilt der vom Lieferanten bestätigte Liefertermin, ersatzweise der gewünschte. Mehrere Positionen desselben Artikels innerhalb einer Bestellung erscheinen als eine Zeile mit summierter offener Menge. Terminierte Bestellungen stehen oben, die früheste zuerst.
Ist für den Artikel nichts reserviert oder nichts bestellt, sagt die Karte das ausdrücklich, statt leer zu bleiben. Dieselben beiden Aufschlüsselungen findest Du auch in der Bestandsliste unter Handel → Lager → Bestand.
Was zeigt „Wo liegt die Ware“?
Der Bestand wird über die Lagerplätze zum jeweiligen Lager summiert. Konsignationsbestand wird getrennt ausgewiesen und als nicht verfügbar markiert: Diese Ware liegt beim Kunden und zählt nicht zur Verkaufs-Verfügbarkeit. „am Lager“ oben ist die Summe über alle Läger (physisch), inklusive Konsignation; „verfügbar“ zählt sie nicht mit.
Wie lese ich die Bewegungen?
Die Karte zeigt die letzten 20 Bewegungen als Verlauf, die neueste oben. Jede Zeile nennt den aufgelösten Zusammenhang, darunter Datum, Art, Charge oder Serie und eine Notiz; rechts steht die Menge (Zugang grün mit +, Abgang rot mit −). Über Alle, Zugänge, Abgänge und Korrekturen filterst Du diese 20; Alle Bewegungen öffnet die vollständige Liste, vorgefiltert auf den Artikel.
- Abgang an Kunde — ein Warenausgang zu einem Lieferschein; genannt werden Kundenname und Lieferscheinnummer.
- Zugang von Lieferant — ein Wareneingang zu einer Bestellung; genannt werden Lieferantenname und Bestellnummer.
- Stornierung — eine Gegenbuchung zu einem stornierten Lieferschein; genannt werden der Beleg und der Grund (siehe unten).
Lässt sich ein Beleg oder eine Gegenpartei nicht auflösen, steht an dieser Stelle „—" — die Bewegung selbst bleibt sichtbar.
Woher kommt der Storno-Grund?
Der Grund wird beim Stornieren eines Lieferscheins erfasst: Im Storno-Dialog wählst Du einen Grund (Kundenstorno, Falschlieferung, Erfassungsfehler oder Sonstiges) und kannst eine Notiz ergänzen; bei Sonstiges ist die Notiz Pflicht. Dieser Grund wird auf die Bestands-Gegenbuchung gestempelt und erscheint hier als „Stornierung von … , Grund …".
Häufige Fragen (FAQ)
F: Warum zählt Konsignationsbestand nicht zur Verfügbarkeit?
A: Konsignationsware liegt physisch beim Kunden und steht nicht für den Verkauf aus dem eigenen Lager bereit. Sie wird deshalb unter „am Lager" mitgezählt, unter „Wo liegt die Ware" aber als „nicht verfügbar" ausgewiesen.
F: Warum steht bei einer Bewegung „—" statt eines Kunden oder Lieferanten?
A: Der zugehörige Beleg oder die Gegenpartei war nicht auflösbar (z. B. eine reine Bestandskorrektur oder Inventurbuchung ohne Beleg). Die Bewegung wird trotzdem angezeigt; nur der Zusammenhang bleibt leer.
F: Sehe ich hier Einkaufspreise oder Margen?
A: Nein. Der Reiter „Lager & Chargen" zeigt nur Mengen und Bewegungen. Einkaufspreise siehst Du in der Übersicht in der Karte Einkauf, die Marge in den Kennzahlen, beides nur mit der Berechtigung zur Margen-Einsicht.
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Letzte Aktualisierung: 2026-10-15