Wie stelle ich mir eine eigene Umsatzauswertung zusammen?
Wie stelle ich mir eine eigene Umsatzauswertung zusammen?
Im Analyse-Cockpit unter CRM & BI → Auswertungen → Analyse-Cockpit formulierst du deine Frage selbst, statt eine fertige Auswertung zu lesen. Du legst vier Dinge fest — und bekommst sofort das Ergebnis:
- Kennzahl — was gemessen wird (Nettoumsatz, Menge, Positionsrabatt, Rechnungen, Kaufende Kunden, Ø Umsatz je Rechnung, Ø Umsatz je Kunde, Rohertrag, Marge)
- Aufgeteilt nach — wonach gruppiert wird (Kunde, Kundengruppe, Warengruppe, Zugeordnete Warengruppe, Artikel, Erlösgruppe, Zahlungsbedingung, Monat oder Quartal)
- Zeitraum — ein Preset wie Letzte 90 Tage oder ein eigenes Datumsfenster
- Vergleich — Vorjahreszeitraum, vorheriger Zeitraum, ein eigener Vergleichszeitraum oder keiner
Dazu optional ein oder mehrere Filter. Die Konfiguration liest sich als Satz: „Zeige Nettoumsatz, aufgeteilt nach Kundengruppe, für die letzten 90 Tage, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum."
Schritt für Schritt: eine Analyse zusammenstellen
- Öffne CRM & BI → Auswertungen → Analyse-Cockpit.
- Wähle im Satz oben unter Aufgeteilt nach, wonach du gruppieren willst — zum Beispiel Kundengruppe.
- Stelle Zeitraum und Vergleich ein. Voreingestellt sind das laufende Jahr und der Vorjahresvergleich.
- Klicke auf Filter hinzufügen, wenn du den Ausschnitt eingrenzen willst, wähle die Größe (etwa Warengruppe) und dann den Wert (etwa Praxishygiene).
- Lies das Ergebnis: oben Gesamtwert, Vergleichswert und Veränderung, darunter die Rangliste mit absoluten Beträgen, Anteilen und Vorjahreswerten.
Ein Beispiel: Aufteilung Kunde, Filter Warengruppe = Handschuhe beantwortet „welche Kunden kaufen Handschuhe, und wie viel Umsatz machen wir mit ihnen".
Wo ist der Unterschied zur Umsatzanalyse?
Die Umsatzanalyse ist die geführte Übersicht: feste Kopfzahlen, Drei-Jahres-Kurve, Erlösgruppen und ein Drill-down durch deine Warengruppen-Hierarchie. Sie beantwortet „wie läuft das Geschäft".
Das Analyse-Cockpit ist die freie Nachfrage: eine Aufteilung, flach und vergleichbar, dafür beliebig kombinierbar mit Filtern. Es beantwortet „wer oder was steckt dahinter".
Beide rechnen auf derselben Zahlenbasis. Ohne gesetzten Filter ist der Gesamtwert im Cockpit exakt die Kopfzahl der Umsatzanalyse. Es gibt keine zweite Umsatzdefinition, die auseinanderlaufen könnte.
Welche Kennzahlen gibt es?
Im Baustein Zeige wählst du, was gemessen wird. Unter jedem Namen steht ein kurzer Satz dazu.
Nettoumsatz
Der fakturierte Umsatz ohne Umsatzsteuer — dieselbe Zahl, die auch die Umsatzanalyse und das Dashboard zeigen. Enthalten sind alle ausgestellten Rechnungen im Zeitraum, Stornos korrekt gegengerechnet. Nicht enthalten: Entwürfe, und Skonto (das mindert den Zahlbetrag, nicht den Umsatz).
Menge
Die verkaufte Stückzahl — aber nur dort, wo sie eine gemeinsame Einheit hat.
Das ist die wichtigste Einschränkung dieser Kennzahl: 900 Stück, 20 Liter und 320 Packungen ergeben zusammen nicht „1.240". Solche Zahlen sähen präzise aus und wären falsch. Deshalb gilt:
- Nach Artikel ist die Menge immer eindeutig — eine Artikelzeile hat genau eine Einheit.
- Nach Warengruppe wird sie ausgewiesen, solange alle Positionen der Zeile dieselbe Einheit tragen. Sonst steht dort ein Strich und der Hinweis „Mehrere Einheiten".
- Nach Kunde, Kundengruppe oder Erlösgruppe wird die Menge gar nicht erst angeboten. Diese Aufteilungen schneiden quer durch das Sortiment; dort wäre fast jede Zeile gemischt. Wählst du die Menge, während eine solche Aufteilung eingestellt ist, wechselt das Cockpit auf Artikel und sagt dir, warum.
Die Einheit kommt aus dem Artikelstamm. Pflege sie dort, dann steht sie überall an der Zahl: 1.240 Stk.
Rohertrag
Umsatz abzüglich dessen, was die Ware im Einkauf gekostet hat.
Diese Zahl braucht eine Kostenbasis — einen Einkaufspreis zur Position. Den gibt es auf zwei Wegen: als auf der Rechnung eingefrorenen Preis (der historisch belastbare Fall) oder ersatzweise als heutigen Einkaufspreis des bevorzugten Lieferanten. Positionen ohne beides bleiben außen vor. Sie zählen nicht als „100 % Rohertrag" — das wäre die schmeichelhafteste und falscheste aller Annahmen.
Deshalb steht neben dem Rohertrag immer die Kostenbasis in Prozent: „78 % des Nettoumsatzes abgedeckt". Sie sagt dir, auf wie viel deines Umsatzes sich die Zahl überhaupt bezieht.
Marge
Der Rohertrag im Verhältnis zum Umsatz — in Prozent.
Bezugsgröße ist der gedeckte Umsatz, also der Teil mit Kostenbasis. Würde durch den gesamten Umsatz geteilt, sänke die Marge, sobald Einkaufspreise fehlen — sie hinge dann an der Stammdatenpflege statt an deiner Kalkulation. Genau deshalb erscheint die Marge nie ohne die Kostenbasis daneben, und zusätzlich der Anteil, der auf eingefrorenen Einkaufspreisen beruht.
Die Marge lässt sich nicht summieren: drei Warengruppen mit 30 %, 25 % und 40 % ergeben keine 95 %. Anteilsangaben und eine Restzeile gibt es hier deshalb nicht.
Veränderungen werden in Prozentpunkten angegeben: von 27,8 % auf 31,8 % sind +4,0 Prozentpunkte. Die Angabe „+14,4 %" wäre zwar richtig gerechnet, würde aber die Veränderung der Marge beschreiben statt die deines Geschäfts.
Positionsrabatt
Der Nachlass, den jemand auf der Rechnungsposition eingetragen hat — in Euro, netto.
Bewusst eng gefasst. Nicht enthalten sind:
- der Abstand zum Listenpreis,
- ein Preisgruppen- oder Kundenvorteil (der steckt schon im Positionspreis),
- Skonto (das mindert den Zahlbetrag, nicht den Umsatz).
Ein durchschnittlicher Rabattprozentsatz wird bewusst nicht angeboten: der Mittelwert über Positionsprozente sagt vor allem etwas über die Anzahl der Positionen aus, nicht über deine Rabattpolitik.
Rechnungen
Wie viele Rechnungen im Zeitraum gezählt wurden.
Storno- und Gutschriftbelege zählen nicht mit. Wenn du eine Rechnung stornierst und neu ausstellst, sind das zwei Vorgänge und nicht drei — genau so zählt auch der Kundenwert-Arbeitsbereich. Der Umsatz beider Storno-Schenkel hebt sich davon unabhängig auf.
Was eine Zeile bedeutet, hängt von der Aufteilung ab — und das ist der interessante Teil:
- nach Kunde oder nach Kundengruppe: „so viele Rechnungen hat dieser Kunde bekommen". Die Zeilen addieren sich zum Gesamtwert.
- nach Warengruppe, Artikel oder Erlösgruppe: „auf so vielen Rechnungen kommt das vor". Das ist Sortimentsreichweite — und die Zeilen addieren sich hier bewusst nicht (siehe unten).
Kaufende Kunden
Wie viele verschiedene Kunden im Zeitraum gekauft haben. Ein Kunde, dessen einzige Bewegung eine Gutschrift war, zählt nicht als kaufender Kunde.
Aufgeteilt nach Warengruppe, Artikel oder Erlösgruppe beantwortet die Kennzahl die Frage nach der Reichweite: „37 von 82 Kunden kaufen Diagnostik." Nach einzelnen Kunden lässt sie sich nicht aufteilen — dort stünde in jeder Zeile eine 1.
Ø Umsatz je Rechnung
Der Nettoumsatz geteilt durch die Anzahl der Rechnungen — der klassische Bonwert.
Der Name ist bewusst „je Rechnung" und nicht „Rechnungswert": teilst du nach Warengruppe auf, steht in der Zeile der Umsatz dieser Warengruppe je Beleg, auf dem sie vorkommt — nicht der Wert der ganzen Rechnung.
Zu jedem Durchschnitt steht die Basis dabei, in einer eigenen Karte und einer eigenen Tabellenspalte. Das ist keine Zugabe: „Ø 5.000 € auf einer Rechnung" und „Ø 5.000 € auf 1.284 Rechnungen" sehen gleich aus und bedeuten Verschiedenes.
Ø Umsatz je Kunde
Der Nettoumsatz geteilt durch die Anzahl kaufender Kunden. Aufgeteilt nach Kundengruppe beantwortet das die Frage, die sonst nirgends beantwortet wird: „Praxen bringen im Schnitt 4.200 €, Kliniken 18.000 €."
Nach einzelnen Kunden gibt es die Kennzahl nicht — dort wäre sie dasselbe wie der Nettoumsatz.
Warum addieren sich die Zeilen manchmal nicht zum Gesamtwert?
Weil manche Dinge zu mehreren Gruppen gehören. Eine Rechnung mit Artikeln aus drei Warengruppen ist eine Rechnung — sie erscheint aber in allen drei Zeilen:
| Warengruppe | Rechnungen |
|---|---|
| Diagnostik | 1 |
| Hygiene | 1 |
| Verbrauch | 1 |
| Gesamt | 1 |
Beide Zahlen sind richtig. Sie beantworten verschiedene Fragen: die Zeile „auf wie vielen Belegen kommt Diagnostik vor", der Gesamtwert „wie viele Belege gibt es".
Das Cockpit sagt dir, wann das gilt, statt es zu verstecken:
- Unter der Tabellenüberschrift steht der Grund im Klartext — etwa „Eine Rechnung kann mehreren Warengruppen zugeordnet sein — die Zeilen addieren sich deshalb nicht zum Gesamtwert."
- Die Prozentspalte heißt dann Abdeckung statt Anteil und liest sich als Satz: „auf 42 % der Rechnungen" beziehungsweise „45 % der kaufenden Kunden". Dass diese Spalte zusammen mehr als 100 % ergibt, ist richtig — jeder Beleg kann mehrfach vorkommen.
- Es gibt dort keine Restzeile und keine Konzentrationsangabe: „Gesamtzahl minus Summe der Top 50" wäre bei einer Mehrfachzählung schlicht falsch.
Bei Durchschnitten gilt dasselbe aus einem anderen Grund: jeder Zeilenwert hat seine eigene Basis, und Durchschnitte lassen sich nicht zu einem Gesamtdurchschnitt addieren. Der Gesamtwert ist immer gesamter Umsatz geteilt durch alle Vorgänge — nicht der Mittelwert der Zeilen. 7.000 € auf vier Belegen sind Ø 1.750 €, nicht 2.500 €.
Wo sich die Zeilen addieren (Nettoumsatz, Rohertrag, Positionsrabatt, Menge, und Rechnungen bzw. Kunden auf den Kundenachsen), sagt das Cockpit das ebenso ausdrücklich: „die Summe entspricht dem Gesamtwert oben."
Warum ist eine Kennzahl manchmal nicht verfügbar?
Statt einer Null steht dort ein Strich und ein Satz, der den Grund nennt:
- „Für diesen Zeitraum ist keine belastbare Kostenbasis vorhanden." — zu keiner Position im Fenster gibt es einen Einkaufspreis. Rohertrag und Marge lassen sich dann nicht bilden; „0 €" würde behaupten, es sei nichts verdient worden.
- „Die ausgewählten Positionen verwenden mehrere Einheiten …" — siehe Menge weiter oben.
- „Andere Einheit im Vergleichszeitraum" — im Vorjahr wurde in einer anderen Einheit verkauft. Eine Veränderung dazwischen wäre eine erfundene Zahl.
Eine Null bedeutet im Cockpit immer „gemessen und tatsächlich null". Ein Strich bedeutet „lässt sich nicht seriös angeben".
Wonach kann ich aufteilen?
| Aufteilung | Beantwortet |
|---|---|
| Kunde | Mit wem machen wir Umsatz? |
| Kundengruppe | Welche Kundenart trägt den Umsatz — Praxis, Sanitätshaus, Apotheke …? |
| Warengruppe | Welcher große Sortimentsbereich? Die oberste Ebene deines Warengruppen-Baums. |
| Zugeordnete Warengruppe | In welcher Gruppe ist der Umsatz tatsächlich gepflegt? Genau der Knoten, an dem die Artikel hängen. |
| Artikel | Welche einzelnen Produkte? |
| Erlösgruppe | Wie wird abgerechnet — SSB, Praxisbedarf, Hilfsmittel SGB V …? |
| Zahlungsbedingung | Auf welchen Zahlungsbedingungen läuft der Umsatz — Netto 30, Skonto, Vorkasse …? |
| Monat | Wie entwickelt sich der Umsatz im gewählten Zeitraum? |
| Quartal | Dieselbe Entwicklung gröber — Quartal für Quartal. |
Die meisten dieser Größen lassen sich auch als Filter verwenden. Drei nicht:
- Warengruppe — ein Filter auf die Zugeordnete Warengruppe rechnet den ganzen Zweig mit (siehe unten) und deckt die oberste Ebene damit schon ab. Ein zweiter Filter mit derselben Wirkung wäre nicht unterscheidbar.
- Monat und Quartal — dein Zeitraum ist bereits der Zeitfilter. Willst du nur den März sehen, stellst du den Zeitraum auf den März.
Nicht möglich ist außerdem die Kombination derselben Größe auf beiden Seiten: „nach Kunde aufgeteilt, gefiltert auf einen Kunden" ergäbe eine Analyse mit einer einzigen Zeile und wird deshalb abgelehnt. Die schon gewählte Aufteilung erscheint darum gar nicht in der Filterauswahl.
Warengruppe oder Zugeordnete Warengruppe — was ist der Unterschied?
Dein Sortiment ist ein Baum, und die Zweige sind unterschiedlich tief:
Praxishygiene
Handschuhe
Nitril Untersuchungshandschuhe
Desinfektion
Diagnostik
Auskultation
Ein Artikel hängt immer an einer Stelle in diesem Baum — bei Nitrilhandschuhen drei Ebenen tief, bei einem Stethoskop zwei, bei einem Set-Artikel manchmal direkt oben.
Daraus ergeben sich zwei verschiedene Fragen, und deshalb zwei Aufteilungen:
- Warengruppe fasst auf der obersten Ebene zusammen. Du siehst Praxishygiene, Diagnostik, Instrumente & OP-Bedarf — der Umsatz aller Untergruppen zählt zu seinem Bereich. Das ist die Sicht für „welcher Teil meines Geschäfts trägt wie viel".
- Zugeordnete Warengruppe zeigt genau die Gruppe, in der die Artikel gepflegt sind. Da diese Gruppen auf verschiedenen Ebenen liegen, steht unter jedem Namen der Weg dorthin — zum Beispiel Nitril Untersuchungshandschuhe mit der Zeile Praxishygiene › Handschuhe. Bei einer Gruppe der obersten Ebene fehlt dieser Weg, weil es keinen gibt. Das ist die Sicht für „wie fein ist mein Sortiment gepflegt, und wo genau liegt der Umsatz".
Ein Beispiel: derselbe Zeitraum, Kennzahl Nettoumsatz. Aufgeteilt nach Warengruppe stehen vielleicht drei Zeilen da. Aufgeteilt nach Zugeordneter Warengruppe sind es fünfzehn — dieselbe Gesamtsumme, nur feiner aufgeteilt.
Warum es keine festen Ebenen „Warenuntergruppe" und „Artikelgruppe" gibt: weil deine Zweige unterschiedlich tief sein dürfen. Ebene 2 ist bei Praxishygiene die Gruppe Handschuhe, bei Diagnostik dagegen schon die feinste Stufe Auskultation. Eine feste Dimension „Warenuntergruppe" müsste für flache Zweige Zwischenstufen erfinden oder ihren Umsatz weglassen. Die Kombination aus Warengruppe und Zugeordneter Warengruppe zeigt stattdessen genau das, was du gepflegt hast.
Warum ändert sich die Zahlungsbedingung alter Rechnungen nicht?
Weil sie auf dem Beleg steht und nicht am Stammsatz nachgeschlagen wird. Benennst du eine Zahlungsbedingung später um, zeigt eine Auswertung alter Rechnungen weiter den Namen, der zum Zeitpunkt der Rechnungsstellung gegolten hat.
Das ist ein Unterschied zu Kundengruppe und Erlösgruppe: die beiden werden live am Stammsatz gelesen. Ordnest du einen Kunden einer anderen Kundengruppe zu, verschiebt sich dadurch auch sein Umsatz aus dem Vorjahr in die neue Gruppe. Bei der Zahlungsbedingung passiert das nicht.
Rechnungen ohne gesetzte Zahlungsbedingung sammelt die Zeile Ohne Zahlungsbedingung — bei Altbestand und übernommenen Daten ist das der Regelfall.
Wie sehe ich die Entwicklung über die Zeit?
Wähle unter Aufgeteilt nach den Eintrag Monat oder Quartal. Statt einer Rangliste zeichnet das Cockpit dann eine Kurve über den gewählten Zeitraum.
- Alle Perioden des Zeitraums erscheinen — auch ein Monat ohne Umsatz. Er steht dann mit 0 € auf der Linie. Ihn weglassen hieße, dir einen gleichmäßigen Verlauf zu zeigen, den es nicht gibt.
- Chronologisch, nicht nach Größe. Januar steht vorn, auch wenn der Dezember der stärkste Monat war. Deshalb gibt es in der Tabelle darunter auch keine Rangspalte: Monate stehen nicht in einer Rangfolge.
- Nichts wird abgeschnitten. Auch bei 24 Monaten siehst du alle Punkte.
- Der Vergleich legt die Perioden übereinander. Wählst du Letzte 12 Monate mit Vergleich Vorjahreszeitraum, steht April gegen April und Mai gegen Mai — nicht zwei Kurven nebeneinander auf der Kalenderachse. Der Tooltip nennt zu jedem Punkt die Periode, beide Werte und die Veränderung.
- Quartale sind Kalenderquartale — Q1 ist Januar bis März, unabhängig davon, wann dein Geschäftsjahr beginnt.
Was auf einer Zeitachse anders heißt: die Karte für den größten Wert nennt sich Stärkster Monat beziehungsweise Stärkstes Quartal und nicht Größter Treiber — ein Monat trägt keinen Beitrag in einem Wettbewerb, er ist einfach der stärkste. Aus demselben Grund gibt es dort keine Konzentrationsangabe („die Top 3 machen … aus") und keine Neuzugänge: bei zwölf Monaten wären das rechnerisch immer rund ein Viertel, und „neue Monate" gibt es nicht. Stärkstes Wachstum und stärkster Rückgang bleiben — auf einer Zeitachse sind sie die eigentliche Aussage.
Wo eine Periode keinen Wert hat. Bei Nettoumsatz, Rohertrag, Positionsrabatt und den Anzahlen steht in einem leeren Monat eine 0 — das ist die richtige Aussage. Bei Marge und den Ø-Kennzahlen steht dagegen ein Strich: ohne Umsatz gibt es keine Marge, und „0 %" würde behaupten, du hättest zum Einkaufspreis verkauft. Die Kurve setzt dort aus, statt über die Lücke hinweg einen Verlauf zu zeichnen.
Die Menge gibt es auf Monat und Quartal nicht — und auch nicht auf der obersten Warengruppen-Ebene. Ein Monat schneidet quer durch das gesamte Sortiment, und dort treffen Boxen, Rollen, Kanister und Flaschen aufeinander. Eine Summe daraus wäre keine Menge. Willst du Stückzahlen sehen, teile nach Artikel oder Zugeordneter Warengruppe auf.
Wie kombiniere ich mehrere Filter?
Filter werden und-verknüpft: gezeigt wird nur, was allen Bedingungen entspricht. Kunde = Praxis Müller zusammen mit Warengruppe = Praxishygiene zeigt also ausschließlich den Praxishygiene-Umsatz dieses einen Kunden.
Jeder aktive Filter steht als Chip unter dem Konfigurationssatz und lässt sich einzeln mit dem × entfernen.
Warum umfasst ein Warengruppen-Filter auch die Untergruppen?
Weil der Umsatz an den untersten Warengruppen hängt. Ein Artikel liegt in Handschuhe, nicht in der Oberkategorie Praxishygiene.
Filterst du auf Praxishygiene, rechnet das Cockpit deshalb den gesamten Zweig mit — Handschuhe, Desinfektion und alles weitere darunter, plus die Artikel, die direkt an Praxishygiene hängen. Ohne diese Regel zeigte der Filter 0 €, und du hättest keinen Anlass zu vermuten, dass etwas fehlt.
Als Aufteilung hast du dagegen die Wahl: Warengruppe fasst auf der obersten Ebene zusammen, Zugeordnete Warengruppe zeigt eine Zeile je tatsächlich zugeordneter Gruppe (siehe „Warengruppe oder Zugeordnete Warengruppe"). Beides ist flach, ohne Aufklappen. Wer sich Ebene für Ebene durch den Baum bewegen will, nutzt die Sortimentsanalyse in der Umsatzanalyse.
Übrigens: du kannst den Warengruppen-Filter mit der Aufteilung Warengruppe kombinieren. „Aufgeteilt nach Warengruppe, gefiltert auf Praxishygiene" zeigt dann genau eine Zeile — nützlich, wenn du daneben noch nach Kunde oder Zeitraum eingrenzen willst.
Was bedeuten die kursiven Zeilen am Ende der Rangliste?
Sie sind Sammelposten und sorgen dafür, dass sich die Zeilen exakt auf den Gesamtwert oben addieren:
- Ohne Kundengruppe — Umsatz von Kunden, denen keine Kundengruppe zugeordnet ist.
- Ohne Warengruppe — Artikel ohne zugeordnete Warengruppe. Erscheint bei beiden Sortiments-Aufteilungen.
- Ohne Erlösgruppe — Artikel ohne zugeordnete Erlösgruppe.
- Ohne Artikelbezug — Freitextpositionen wie Versandpauschalen. Sie haben keine Warengruppe, weil sie keinen Artikel haben — fachlich etwas anderes als ein Artikel ohne Zuordnung.
- Weitere N Kunden / Artikel — die Restzeile einer gekappten Liste (siehe unten).
Ein großer Sammelposten ist kein Fehler, sondern ein Pflegehinweis: dort fehlt eine Zuordnung im Stammsatz. Verschwände die Zeile, wäre die Aufschlüsselung nicht mehr nachrechenbar — und du wüsstest nicht, dass etwas fehlt.
Warum sehe ich bei Kunde und Artikel nur 50 Zeilen?
Bei diesen beiden Aufteilungen kann es tausende Werte geben. Das Cockpit zeigt deshalb die 50 größten einzeln und fasst den Rest in einer Zeile Weitere N Kunden beziehungsweise Weitere N Artikel zusammen.
Wichtig: Gesamtwert und Anteile werden über alle Werte gerechnet, nicht nur über die sichtbaren. Die Kappung betrifft nur die Darstellung, nie die Summe. Bei mehr als 15 Werten erscheint unter der Rangliste zusätzlich eine vollständige Tabelle.
Ausnahme bei zählenden und durchschnittlichen Kennzahlen. Dort kann es die zusammenfassende Restzeile nicht geben (siehe „Warum addieren sich die Zeilen manchmal nicht zum Gesamtwert?"). Die Überschrift der Tabelle sagt dann ehrlich, was du siehst — etwa Die 50 häufigsten von 284 —, statt „Alle Werte" zu behaupten. Willst du einen bestimmten Artikel außerhalb der Spitze ansehen, setze einen Artikelfilter: damit rechnet das Cockpit die Analyse für genau diesen Artikel.
Welchen Zeitraum werte ich aus?
Du wählst ein Preset (Laufendes Jahr, Letzte 90 Tage, Letzter Monat …) oder einen eigenen Zeitraum mit freien Datumsgrenzen. Unter dem Baustein steht immer das aufgelöste Fenster mit Tageszahl — etwa „01.01.–15.08.2026 · 227 Tage“. Du musst also nie raten, was gerade gerechnet wurde.
Beim Vergleich hast du vier Möglichkeiten: derselbe Zeitraum ein Jahr früher, der unmittelbar davorliegende gleich lange Zeitraum, ein frei gewählter Vergleichszeitraum oder gar keiner.
Wichtig beim laufenden Jahr: verglichen wird auf einem gleich langen Fenster — Januar bis heute gegen Januar bis zum selben Tag im Vorjahr. Ohne diese Begrenzung liefe ein Teiljahr gegen ein volles Vorjahr und behauptete im August einen Einbruch, den es nicht gibt. Sind die beiden Fenster unterschiedlich lang (das kommt bei einem eigenen Vergleichszeitraum vor), nennt das Cockpit beide Tageszahlen.
Ändern sich alte Zahlen, wenn ich Stammdaten umstelle?
Das hängt von der Größe ab — und ist wichtig zu wissen, bevor du eine Auswertung weitergibst:
- Warengruppe: Für Rechnungen, die nach Einführung der Warengruppen entstanden sind, ändert sich nichts. Jede Position merkt sich ihre Warengruppe zum Zeitpunkt der Rechnung. Bei Altbestand und b-med-Importen greift die heutige Zuordnung.
- Kundengruppe: Hier zählt immer der heutige Stand. Verschiebst du einen Kunden von Praxis nach Sanitätshaus, wandert auch sein Vorjahresumsatz in die neue Gruppe.
- Erlösgruppe: genauso — die Zuordnung kommt aus dem heutigen Artikelstamm.
Eine schon berichtete Aufteilung nach Kundengruppe oder Erlösgruppe kann sich nach einer Umklassifizierung also anders lesen als beim ersten Mal. Der Gesamtumsatz bleibt in jedem Fall unverändert; nur seine Verteilung verschiebt sich. Umbenennen und Deaktivieren einer Gruppe sind immer unschädlich: die Auswertung verknüpft über die Gruppe selbst, nicht über ihren Namen.
Wie komme ich aus einer anderen Auswertung direkt hierher?
Über das Lupensymbol neben einer Zeile. Es öffnet das Cockpit mit passend gesetztem Filter:
- In der Sortimentsanalyse der Umsatzanalyse, an einer Warengruppen- oder Artikelzeile → Aufteilung Kunde, gefiltert auf diese Warengruppe beziehungsweise diesen Artikel. Das beantwortet „welche Kunden kaufen das".
- In der Erlösgruppen-Karte → Aufteilung Kunde, gefiltert auf diese Erlösgruppe.
- Im Kundenwert-Detail über Im Analyse-Cockpit öffnen → Aufteilung Warengruppe, gefiltert auf diesen Kunden. Das beantwortet „was kauft dieser Kunde".
An Sammelposten gibt es das Symbol nicht: eine Restmenge lässt sich nicht als Filter ausdrücken.
Kann ich eine Analyse speichern oder weitergeben?
Weitergeben ja: die Adresszeile enthält die vollständige Analyse. Kopiere die URL, und der Empfänger sieht dieselbe Auswertung — vorausgesetzt, er hat das Recht dafür. Ein Lesezeichen funktioniert genauso, ebenso die Zurück-Taste des Browsers, die dich Schritt für Schritt durch deine Auswertungen zurückführt.
Speichern unter einem Namen geht ebenfalls — siehe den nächsten Abschnitt. Ein PDF- oder Excel-Export ist noch nicht möglich, aber geplant.
Eigene Analysen speichern
Eine Frage, die du regelmäßig stellst, musst du nicht jedes Mal neu zusammenstellen. Klicke über der Konfiguration auf Analyse speichern, gib ihr einen Namen — zum Beispiel Diagnostik – Top-Kunden — und sie erscheint oben im Bereich Analysen. Ein Klick auf die Kachel öffnet sie wieder.
Gespeichert wird deine Frage, nicht das Ergebnis. Wenn du „Letzte 90 Tage" gewählt hast, zeigt die Analyse in zwei Monaten die dann aktuellen 90 Tage — nicht die von damals. Nur wenn du einen eigenen Zeitraum mit Von/Bis gewählt hast, bleiben diese Daten fest stehen. Gerechnet wird bei jedem Öffnen neu.
Deine Analysen sind persönlich. Kollegen sehen sie nicht. Teilen geht wie bisher über die Adresszeile.
Änderungen speichern
Wenn du eine gespeicherte Analyse öffnest und danach etwas umstellst, erscheint oben „Geändert — nicht gespeichert". Deine gespeicherte Analyse bleibt dabei unangetastet — du kannst also gefahrlos ausprobieren. Zwei Wege stehen dann offen:
- Speichern — überschreibt die geöffnete Analyse mit dem neuen Stand.
- Als neue Analyse speichern — lässt die alte, wie sie war, und legt zusätzlich eine neue an.
Ohne Klick auf einen der beiden passiert nichts: es gibt kein automatisches Speichern.
Favoriten und „Alle Analysen"
Der Stern auf einer Kachel macht eine Analyse zum Favoriten — Favoriten stehen immer vorn. Darunter folgen deine übrigen Analysen (zuletzt bearbeitete zuerst) und danach die vorbereiteten Schnellanalysen. Welche Herkunft eine Kachel hat, steht in ihrer zweiten Zeile.
Sichtbar sind höchstens acht Kacheln. Hast du mehr, erscheint rechts Alle Analysen — dort findest du über ein Suchfeld alles wieder. Insgesamt kannst du bis zu 50 eigene Analysen speichern.
Umbenennen, duplizieren, löschen
Über das Menü ⋯ an der Kachel (oder oben an der geöffneten Analyse):
- Umbenennen — nur der Name ändert sich, die Auswertung bleibt.
- Duplizieren — legt eine Kopie an, damit du eine Variante bauen kannst, ohne das Original zu verlieren.
- Löschen — endgültig, nach einer Rückfrage. Die Auswertung bleibt danach auf dem Bildschirm stehen, sie trägt nur keinen Namen mehr.
Eine Schnellanalyse zu deiner eigenen machen
Die vorbereiteten Schnellanalysen kannst du nicht direkt favorisieren. Der Weg dorthin: Schnellanalyse öffnen, Zeitraum und Filter nach deinem Bedarf anpassen, Analyse speichern. Ab dann ist es deine Analyse — mit Stern, Name und Menü.
„Diese Analyse wurde angepasst"
Wenn du eine ältere Analyse öffnest, kann darüber ein Hinweis stehen, zum Beispiel: „Der Filter ‚Müller Fachhandel GmbH' ist nicht mehr vorhanden und wurde entfernt." Das passiert, wenn ein Kunde, eine Warengruppe oder eine Einstellung inzwischen gelöscht wurde. Die Analyse öffnet trotzdem — sie zeigt dann eine breitere Auswertung als vorher, und der Zustand steht auf „Geändert". Erst wenn du Speichern drückst, gilt die bereinigte Fassung dauerhaft.
Wer darf das Analyse-Cockpit sehen?
Die Seite gehört zum Modul CRM & BI und setzt das Recht „Rechnungen anzeigen" voraus — dasselbe Recht wie die Umsatzanalyse, der Kundenwert und die Umsatzzahlen im Handel-Dashboard. Umsatz ist wirtschaftliche Verkaufsinformation und soll nicht über den Umweg einer Auswertung bei Personen landen, die sie im Modul Handel nicht sehen dürfen.
Rohertrag und Marge brauchen zusätzlich das Recht „Einkaufspreis und Marge anzeigen" — sie beruhen auf Einkaufspreisen, und die sind Geschäftsgeheimnis. Ohne dieses Recht erscheinen die beiden Kennzahlen gar nicht erst in der Auswahl.
Öffnest du eine gespeicherte Analyse, die auf der Marge beruht, und dir fehlt das Recht inzwischen, öffnet sie trotzdem — mit Nettoumsatz und dem Hinweis „Für die Kennzahl ‚Marge' fehlt dir das Recht." Deine gespeicherte Analyse bleibt dabei unverändert: bekommst du das Recht zurück, ist sie wieder da, wie du sie angelegt hast.
FAQ
Warum stehen Rohertrag und Marge bei mir nicht zur Auswahl? Beide zeigen Einkaufspreise und hängen deshalb am Recht Marge einsehen. Ohne dieses Recht erscheinen sie gar nicht in der Liste — es wird nichts nachträglich ausgegraut. Alle anderen Kennzahlen sind für jeden verfügbar, der das Cockpit sehen darf.
Die Prozentspalte ergibt zusammen mehr als 100 %. Ist das ein Fehler? Nein. Die Spalte heißt in diesem Fall Abdeckung, nicht Anteil: eine Rechnung kann mehrere Warengruppen enthalten und wird in jeder Zeile gezählt. Der Satz unter der Tabellenüberschrift nennt den Grund.
Warum wechselt die Aufteilung, wenn ich die Kennzahl ändere? Weil manche Kombinationen keine Auswertung ergeben — Kaufende Kunden nach einzelnen Kunden stünde in jeder Zeile auf 1, und Menge quer durch das Sortiment würde Stück mit Litern addieren. Das Cockpit wechselt dann auf die nächstliegende sinnvolle Aufteilung und sagt in einem Satz, warum.
Was heißt „Basis: 1.284 Rechnungen"? Das ist der Nenner des Durchschnitts. Ein Ø-Wert allein ist nicht einzuordnen — dieselben 5.000 € bedeuten etwas völlig anderes auf einem Beleg als auf 1.284. Steht dort 0, gab es im Zeitraum keinen gezählten Vorgang, und der Durchschnitt bleibt leer statt 0 € zu behaupten.
Warum netto und nicht brutto? Die Umsatzsteuer ist ein durchlaufender Posten — sie gehört dem Finanzamt, nicht dem Betrieb. Alle Auswertungen in parity.med weisen deshalb Nettobeträge aus.
Welches Datum zählt? Das Rechnungsdatum, nicht das Zahlungsdatum. Eine offene Rechnung zählt also mit.
Zählen Stornos mit? Ja, und zwar korrekt gegengerechnet. Eine stornierte Rechnung und ihre Gegenbuchung heben sich auf. Die Gegenbuchung wirkt in dem Monat, in dem storniert wurde.
Ich habe gefiltert und sehe 0 €. Ist das ein Fehler? Nicht unbedingt. Der Hinweis unter der Rangliste nennt die aktiven Filter — steht dort zum Beispiel „Für Warengruppe: Praxishygiene gibt es 2026 keinen fakturierten Umsatz", ist die Kombination tatsächlich leer. Prüfe als Erstes, ob die Warengruppen-Zuordnung im Artikelstamm gepflegt ist.
Warum fehlt eine Zeile, die ich erwarte? Werte ohne Umsatz in beiden Jahren werden weggelassen. Ein Rückgang auf 0 € bleibt dagegen sichtbar — gerade dort ist die Frage „was ist weggebrochen" interessant.
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Letzte Aktualisierung: 15.08.2026