Welche Zahlen zeigt die Umsatzanalyse?

Welche Zahlen zeigt die Umsatzanalyse?

Die Umsatzanalyse unter CRM & BI → Auswertungen → Umsatzanalyse zeigt deinen Nettoumsatz aus ausgestellten Rechnungen für drei Kalenderjahre: das laufende Jahr, das Vorjahr und das Vorvorjahr. Maßgeblich ist das Rechnungsdatum, nicht das Zahlungsdatum. Alle Bausteine der Seite — Kopfzahlen, Monatskurve, Erlösgruppen und Sortimentsanalyse — lesen dieselbe Zahlenbasis, nur unterschiedlich gruppiert. Eine Aufschlüsselung kann deshalb nicht von der Kopfzahl abweichen.

Warum netto und nicht brutto?

Die Umsatzsteuer ist ein durchlaufender Posten — sie gehört dem Finanzamt, nicht dem Betrieb. Als Umsatz weist die Seite deshalb den Nettobetrag aus, genau wie der Kundenwert und der Soll-Ist-Vergleich im Controlling. Die Summe entspricht exakt der Nettosumme der zugrundeliegenden Rechnungen.

Warum vergleicht die Seite Januar bis heute?

Der ausgewiesene Jahresumsatz ist der bis heute fakturierte Betrag — im August also acht Monate. Die Veränderung rechnet dagegen auf einem gleich langen Fenster: Januar bis zum aktuellen Monat gegen denselben Zeitraum im Vorjahr.

Ohne diese Begrenzung würde ein Teiljahr gegen ein volles Vorjahr laufen und im August einen Einbruch von rund einem Drittel behaupten, den es nicht gibt. Die Seite benennt das Fenster im Klartext, damit die Zahl einordbar bleibt.

Warum endet die Kurve beim aktuellen Monat?

Ein Monat, der noch nicht eingetreten ist, hat keinen Wert — die Linie endet dort, statt auf 0 € abzustürzen. Ein vergangener Monat ohne Umsatz wird dagegen als 0 € gezeichnet. Der Unterschied ist gewollt: „noch nicht passiert" ist etwas anderes als „nichts verkauft".

Liegt ein Beleg mit einem Rechnungsdatum in der Zukunft vor, wird er im Jahresumsatz mitgezählt und in seinem Monat gezeigt — er verschwindet nicht.

Was bedeutet „Ohne Erlösgruppe"?

Artikel ohne gepflegte Erlösgruppe und Positionen ohne Artikelbezug erscheinen in einem eigenen Sammelposten. Er ist bewusst sichtbar, damit die Summe aller Anteile exakt die Kopfzahl ergibt. Verschwände er, wäre die Aufschlüsselung nicht mehr nachrechenbar — und du wüsstest nicht, dass etwas fehlt.

Wie funktioniert die Sortimentsanalyse?

Die Sortimentsanalyse gliedert denselben Umsatz nach deiner Warengruppen-Hierarchie. Du startest bei „Gesamt" und klickst dich Ebene für Ebene nach unten bis auf den einzelnen Artikel; der Pfad oben (zum Beispiel Gesamt > Praxishygiene > Handschuhe) springt zurück, ebenso der Knopf Eine Ebene zurück.

Wie tief es geht, entscheidet deine Gliederung: bei einer Warengruppe ohne Untergruppen führt der erste Klick direkt zu den Artikeln. Jede Warengruppen-Zeile zeigt den Umsatz des gesamten Zweigs — was eine Ebene für eine Gruppe ausweist, findest du beim Hineinklicken als Summe wieder.

Was bedeuten die kursiven Zeilen in der Sortimentsanalyse?

Vier Sammelposten sorgen dafür, dass sich die Zeilen exakt auf den Umsatz der Ebene addieren:

Zeilen ohne Umsatz in beiden Jahren werden weggelassen. Ein Rückgang auf 0 € bleibt dagegen sichtbar und aufklappbar — gerade dort ist die Frage „was ist weggebrochen" interessant.

Ändern sich alte Zahlen, wenn ich einen Artikel umgruppiere?

Für Rechnungen, die nach Einführung der Warengruppen entstanden sind: nein. Jede Position merkt sich ihre Warengruppe zum Zeitpunkt der Rechnung. Ein Umgruppieren wirkt ab dem nächsten Beleg.

Für Altbestand und für Belege aus dem b-med-Import gibt es diesen Merker nicht — dort greift die heutige Zuordnung, eine Umgruppierung verändert die Darstellung also rückwirkend. Deaktivieren und Umbenennen einer Warengruppe sind in beiden Fällen unschädlich: die Auswertung verknüpft über die Gruppe selbst, nicht über ihren Namen.

Warum weichen die Erlösgruppen-Zahlen vom Budget-Soll-Ist ab?

Der Soll-Ist-Vergleich im Controlling liest eine ältere Auswertung, in der Positionen ohne gepflegte Erlösgruppe fehlen. Die Umsatzanalyse weist sie als Sammelposten aus. Der Gesamtumsatz stimmt in beiden Ansichten überein; abweichen können nur die einzelnen Erlösgruppen-Zahlen.

Ein zweiter Unterschied: die Umsatzanalyse rechnet in Kalenderjahren. Hast du ein abweichendes Geschäftsjahr eingestellt, betrachtet der Soll-Ist-Vergleich andere Perioden.

Kann ich die Analyse auf einen Kunden einschränken?

Ja. Der Kundenfilter oben auf der Seite wirkt auf alle Bausteine gleichzeitig — Kopfzahlen, Kurve, Erlösgruppen und Sortimentsanalyse zeigen danach denselben Ausschnitt. So beantwortest du „was kauft dieser Kunde aus welchem Teil meines Sortiments".

Wer darf die Umsatzanalyse sehen?

Die Seite gehört zum Modul CRM & BI und setzt das Recht „Rechnungen anzeigen" voraus — dasselbe Recht wie die Umsatzzahlen im Handel-Dashboard und der Kundenwert. Umsatz ist wirtschaftliche Verkaufsinformation und soll nicht über den Umweg einer Auswertung bei Personen landen, die sie im Modul Handel nicht sehen dürfen. Einen Rohertrag oder eine Marge zeigt die Umsatzanalyse bewusst nicht.

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Letzte Aktualisierung: 12.08.2026

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