Welche Artikel hat ein Kunde bisher gekauft (Kundensortiment)?

Welche Artikel hat ein Kunde bisher gekauft (Kundensortiment)?

Du findest das Kundensortiment an zwei Stellen: auf der Kundenkarte (Kunden → Bereich Sortiment) und direkt im Beleg (Auftrag oder Angebot → Reiter Sortiment, sobald ein Kunde gesetzt ist). Beide zeigen dieselbe Liste: alle an diesen Kunden berechneten oder gelieferten Artikel mit der Anzahl der Käufe, dem letzten Verkauf (Datum und Menge), kundenspezifischem Verkaufspreis (aus der Preisfindung), Gesamtmenge und aktuellem Lagerbestand — zuletzt gekaufte Artikel oben. Artikel, die zum Sprechstundenbedarf gehören, tragen den Hinweis SSB, Artikel aus dem Co-med-Sortiment den Hinweis Co-med. Für die schnelle Wiederbestellung wählst Du Artikel aus und übernimmst sie mit einem Klick — auf der Kundenkarte in einen neuen Auftrag, im Beleg als Positionen in den offenen Auftrag bzw. das offene Angebot. Braucht der Kunde einen Artikel nicht mehr, nimmst Du ihn aus dem Sortiment. Alternativ exportierst Du die Liste als CSV.

Für wen: Vertrieb / Sachbearbeitung. Zum Ansehen brauchst Du das Recht Rechnungen anzeigen; „In Auftrag übernehmen" auf der Kundenkarte braucht Aufträge anlegen, „In Beleg übernehmen" im Beleg Aufträge bearbeiten bzw. Angebote bearbeiten. Artikel aus dem Sortiment entfernen und wieder einblenden darfst Du mit dem Recht Geschäftspartner bearbeiten.

Überblick

Das Kundensortiment ist der schnelle Draht für den Wiederbestell-Anruf: Der Kunde meldet sich, Du siehst sofort, was er zuletzt gekauft hat, wann, in welcher Menge und zu welchem Preis. Jede Zeile zeigt zusätzlich den aktuellen Lagerbestand, damit Du direkt einschätzt, ob lieferbar.

Schritt für Schritt

  1. Öffne Kunden und wähle den Kunden aus.
  2. Wechsle oben auf den Bereich Sortiment.
  3. Lies je Artikel: Artikel-Nr., Bezeichnung, Käufe, Letzter Verkauf (Datum des jüngsten Belegs, auch eines Lieferscheins), Menge (an diesem Tag), Gesamtmenge, Kunden-VK netto und Bestand. Der Hinweis SSB hinter der Bezeichnung zeigt einen Artikel, der grundsätzlich als Sprechstundenbedarf abrechenbar ist. Der Hinweis Co-med zeigt einen Artikel, den die Co-med-Schnittstelle pflegt.
  4. Filtere bei Bedarf über das Suchfeld nach Nummer oder Bezeichnung. Mit Nur SSB bzw. Nur Co-med neben dem Suchfeld blendest Du alle anderen Artikel aus; ein zweiter Klick hebt den Filter auf. Die Knöpfe erscheinen nur, wenn das Sortiment solche Artikel enthält.
  5. Klicke auf eine Zeile, um die Artikel-Stammdaten als Seitenpanel zu öffnen.

Schnell nachbestellen: In Auftrag übernehmen

  1. Setze links die Haken bei den gewünschten Artikeln (oder wähle über die Kopfzeile alle Artikel der angezeigten Seite aus).
  2. Klicke In Auftrag übernehmen.
  3. Es wird ein neuer Auftrag für diesen Kunden angelegt — mit den gewählten Positionen, vorbelegt mit der zuletzt gekauften Menge. Der Verkaufspreis wird dabei serverseitig frisch über die Preisfindung ermittelt.
  4. Du landest direkt im neuen Auftrag und kannst Mengen und Preise wie gewohnt anpassen.

Bei großen Sortimenten zeigt die Liste 50 Artikel je Seite; über Zurück und Weiter blätterst Du. Gesetzte Haken bleiben beim Blättern und Suchen erhalten. Sind Artikel ausgewählt, die gerade nicht zu sehen sind, weist ein Hinweis über der Liste auf ihre Anzahl hin — sie werden bei der Übernahme mitgenommen. Mit Auswahl aufheben entfernst Du alle Haken auf einmal.

Im Beleg: Sortiment direkt beim Erfassen

Im Auftrag und im Angebot gibt es denselben Bereich als Reiter Sortiment — zwischen den übrigen Belegreitern und Verlauf. Damit musst Du den Beleg nicht mehr verlassen, um nachzusehen, was der Kunde sonst bestellt.

  1. Öffne den Auftrag oder das Angebot und wechsle auf den Reiter Sortiment.
  2. Setze die Haken bei den gewünschten Artikeln.
  3. Klicke In Beleg übernehmen.
  4. Die Artikel werden als neue Positionen an den offenen Beleg angehängt — vorbelegt mit der zuletzt gekauften Menge. Die bestehenden Positionen bleiben unverändert.
  5. Die Ansicht wechselt auf den Reiter Beleg. Der Cursor steht in der Menge der ersten neuen Position, der Wert ist markiert: Tippst Du eine Zahl, ersetzt sie den Vorschlag. Mit Enter speicherst Du die Menge.

Klappt die Übernahme nicht, etwa weil sich für einen Artikel kein Preis ermitteln lässt, bleibst Du im Reiter Sortiment. Eine Meldung nennt den Grund, und Deine Auswahl bleibt für den nächsten Versuch stehen.

Der Unterschied zur Kundenkarte ist genau diese eine Aktion: dort entsteht ein neuer Auftrag, hier wächst der offene Beleg. Tabelle, Zahlen und CSV-Export sind identisch.

Der Reiter erscheint nur, wenn am Beleg ein Kunde gesetzt ist — in einem Entwurf ohne Kunden gibt es kein Sortiment zu zeigen. Lässt der Status des Belegs keine Positionsänderung mehr zu (etwa ein bereits fakturierter Auftrag oder ein angenommenes Angebot), bleibt der Reiter als reine Lesesicht: Liste und CSV-Export ja, Übernahme nein.

Artikel aus dem Sortiment entfernen

Ein Artikel, den der Kunde nicht mehr braucht, muss nicht ewig im Sortiment stehen — zum Beispiel das Liegenpapier 40 cm, wenn die Praxis auf eine breitere Liege umgestiegen ist und nur noch das 50-cm-Papier braucht.

  1. Klicke in der Zeile des Artikels auf das Auge-Symbol („Aus Sortiment entfernen"). Das geht im Bereich Sortiment der Kundenkarte, im Reiter Sortiment im Beleg, im Schnellauftrag und in der Karte Stammartikel auf der Übersicht der Kundenakte (links neben dem „+"). Öffnest Du einen Wiederbestell-Hinweis, steht dort zusätzlich der Knopf Aus Sortiment entfernen.
  2. Bestätige die Rückfrage mit Entfernen.

Der Artikel verschwindet für diesen Kunden aus dem Sortiment, dem Schnellauftrag, den Stammartikeln und den Wiederbestell-Hinweisen — er wird also auch nicht mehr als überfällig angemahnt. Die bisherigen Käufe bleiben unverändert erhalten; Rechnungen, Umsatzauswertungen und andere Kunden sind nicht betroffen.

Kauft der Kunde den Artikel später doch wieder, also gibt es nach dem Entfernen eine neue Rechnung oder einen neuen Lieferschein dazu, erscheint er von selbst wieder im Sortiment. Wenn Du einen Artikel versehentlich entfernt hast, klickst Du unter der Tabelle auf Ausgeblendete anzeigen und dann beim Artikel auf Wieder einblenden.

Als CSV exportieren

Über CSV-Export lädst Du das Sortiment als Datei herunter (Semikolon-getrennt, mit Umlauten für Excel) — immer alle Treffer, auch die auf weiteren Seiten — einschließlich einer Spalte SSB, die bei Sprechstundenbedarf „ja" zeigt. Am Ende folgen die Spalten Käufe und Co-med; die übrigen Spalten stehen an derselben Stelle wie bisher. Ist ein Such- oder SSB-/Co-med-Filter aktiv, wird die gefilterte Auswahl exportiert. Artikel ohne Preisauskunft haben in der Spalte „Kunden-VK (netto)“ eine leere Zelle, damit die Spalte in Excel eine Zahlenspalte bleibt.

Was zählt als „gekauft"?

Ein Artikel gehört zum Sortiment, sobald er berechnet oder geliefert wurde. Es zählen Positionen aus ausgestellten Rechnungen (keine Entwürfe) — dieselbe Definition wie die übrigen Umsatz-Auswertungen — und Positionen aus angelegten Lieferscheinen (Entwurf oder ausgegeben, nie storniert). Der Artikel erscheint also schon, wenn die Lieferung angelegt ist, und nicht erst mit der Rechnung. Steht auf dem Lieferschein bereits eine ausgestellte Rechnung, zählt allein die Rechnung — nichts wird doppelt gerechnet. Stornos wirken automatisch, weil die zugehörige Storno-Rechnung mit negativer Menge gegenrechnet; die Gesamt- und Letztverkaufsmenge netten sich entsprechend aus. Freitext-Positionen ohne Stammartikel erscheinen nicht.

Die Spalte Käufe zählt die Kauftage aus Rechnungen: Zwei Rechnungen über denselben Artikel am selben Tag sind ein Kauf. Ein voll stornierter Kauf zählt nicht, und eine Gutschrift, die den Kauf eines Tages vollständig zurücknimmt, ebenfalls nicht. Es ist dieselbe Zählung wie in der Karte Stammartikel, nur über die ganze Kaufhistorie. Ein Artikel, der bisher nur geliefert und noch nicht berechnet ist, zeigt „–".

Häufige Fragen (FAQ)

F: Warum fehlt ein Artikel, obwohl der Kunde ihn bestellt hat?

A: Ein Auftrag allein bringt den Artikel nicht ins Sortiment. Er erscheint, sobald dafür ein Lieferschein angelegt ist (auch als Entwurf) oder eine Rechnung ausgestellt wurde. Fehlt er trotzdem, wurde er womöglich aus dem Sortiment entfernt: Prüfe unter Ausgeblendete anzeigen.

F: Warum ist ein Artikel aus dem Sortiment verschwunden?

A: Jemand hat ihn über das Auge-Symbol aus dem Sortiment entfernt. Unter der Tabelle zeigt Ausgeblendete anzeigen alle ausgeblendeten Artikel; mit Wieder einblenden holst Du einen zurück. Entsteht nach dem Entfernen ein neuer Beleg zu dem Artikel, erscheint er ohnehin von selbst wieder.

F: Warum stehen im Sortiment mehr Artikel als in den Stammartikeln?

A: Die Karte Stammartikel auf der Übersicht der Kundenakte wertet nur die Käufe der letzten 4 Jahre aus, und nur berechnete Käufe. Das Sortiment zeigt alles, was der Kunde je berechnet oder geliefert bekommen hat. Ein Artikel, der zuletzt vor mehr als vier Jahren gekauft wurde oder bisher nur geliefert ist, steht deshalb nur im Sortiment. Aus demselben Grund kann die Zahl der Käufe im Sortiment höher sein als in den Stammartikeln.

F: Was bedeutet der Hinweis „Co-med"?

A: Der Artikel stammt aus dem Co-med-Sortiment, wird also über die Co-med-Schnittstelle gepflegt. Eine von Hand eingetragene Co-med-Nummer allein macht einen Artikel nicht zum Co-med-Artikel. Fährst Du mit der Maus über den Hinweis, steht dort „Aus dem Co-med-Sortiment".

F: Was bedeutet der Hinweis „SSB"?

A: Der Artikel ist grundsätzlich als Sprechstundenbedarf abrechenbar. Der Hinweis zeigt die Einstellung am Artikel selbst. Ob der Artikel für eine bestimmte Praxis tatsächlich über Sprechstundenbedarf abgerechnet werden kann, entscheidet sich erst am Beleg — dort greifen Ausnahmen je KV-Region und Fachgruppe.

F: Welcher Preis wird als Kunden-VK angezeigt?

A: Der aktuelle kundenspezifische Verkaufspreis netto aus der Preisfindung (Sonderpreis → Preisgruppe → Listenpreis) — also der Preis, den eine neue Auftragsposition heute bei Menge 1 bekäme, nicht zwingend der historisch berechnete Preis. Eine Mengenstaffel ist darin nicht eingerechnet. Findet die Preisfindung keinen Preis, weil weder ein Sonderpreis noch eine Preisgruppe noch ein Listenpreis gepflegt ist, steht in der Spalte „kein Preis“ statt 0,00 €.

F: Welche Menge steht in der übernommenen Position?

A: Als Vorschlag die zuletzt gekaufte Menge je Artikel — auf beiden Wegen gleich. Du kannst sie im Beleg jederzeit ändern. Nach In Beleg übernehmen steht der Cursor schon in der Menge der ersten neuen Position.

F: Ersetzt „In Beleg übernehmen" meine vorhandenen Positionen?

A: Nein. Die gewählten Artikel werden zusätzlich ans Ende der Positionsliste gehängt; bestehende Positionen bleiben mit Menge, Preis, Rabatt und Text unverändert stehen.

F: Welcher Preis landet bei der Übernahme in der Position?

A: Im Auftrag ermittelt der Server den Verkaufspreis frisch über die Preisfindung. Im Angebot ermittelt PARITY.med den Preis ebenfalls neu, und zwar für die vorgeschlagene Menge, damit eine Mengenstaffel greift. Lässt sich für einen gewählten Artikel kein Preis ermitteln, bricht die Übernahme ab und nennt den Artikel, statt eine Position mit 0,00 € anzulegen. In beiden Fällen kannst Du den Preis in der Position anschließend anpassen.

F: Ich sehe die Übernahme-Aktion nicht.

A: Auf der Kundenkarte braucht „In Auftrag übernehmen" das Recht Aufträge anlegen. Im Beleg braucht „In Beleg übernehmen" das Recht, diesen Beleg zu bearbeiten (Aufträge bearbeiten bzw. Angebote bearbeiten) — und einen Belegstatus, der Positionsänderungen noch zulässt. Anzeige und CSV-Export stehen auch ohne diese Rechte zur Verfügung.

F: Warum fehlt der Reiter „Sortiment" in meinem Auftrag?

A: Zwei Gründe kommen in Frage: Am Beleg ist noch kein Kunde gesetzt — dann gibt es nichts anzuzeigen. Oder Dir fehlt das Recht Rechnungen anzeigen: Das Sortiment ist eine Umsatzauswertung und wird deshalb im Beleg genauso geschützt wie auf der Kundenkarte.

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Letzte Aktualisierung: 12.10.2026

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