Wie richte ich die Co-med-Anbindung ein?

Wie richte ich die Co-med-Anbindung ein?

Schritt für Schritt

  1. Einstellungen → Co-med-Anbindung öffnen — im Suite-Portal, Kapitel „System". Der Eintrag erscheint nur, wenn Dein Mandant die Handel-Lizenz hat und Du das nötige Recht besitzt.
  2. Reiter „Verbindung & Zeitplan" wählen.
  3. Zugang eintragen — in der Karte „Zugang": Transportart „SFTP · Co-med-Zugang", Host, Port (vorbelegt mit 22), Host-Key-Fingerprint (SHA256), Benutzername und Passwort. Diese Daten bekommst Du von Co-med bzw. Deinem Co-med-Integrationspartner.
  4. Verzeichnisse prüfen — unter „Verzeichnisse": „Eingang · von Co-med" (bei Co-med meist send) und „Ausgang · an Co-med" (bei Co-med meist empf). Das Basisverzeichnis ist optional und gilt für Eingang und Ausgang, solange dort nichts eingetragen ist.
  5. Co-med-Lieferant festlegen — in der Karte „Co-med-Lieferant" den Lieferanten auswählen, der in Deinem Mandanten für Co-med steht. Nach dem Speichern verknüpft PARITY.med alle Co-med-Artikel im Hintergrund mit diesem Lieferanten — ein weiterer Klick ist dafür nicht nötig.
  6. Zeitplan setzen — in der Karte „Zeitplan" festlegen, wie oft „Artikel" (Vorbelegung: täglich), „Lagerbestand" (Vorbelegung: alle 10 Minuten) und „Rückmeldungen & Reservierungs-Bestätigungen" (Vorbelegung: alle 30 Minuten) abgeholt werden, und den Schalter „Automatischer Sync aktiv" einschalten.
  7. „Speichern" klicken — die Schaltfläche steht oben rechts in der Reiterleiste. Daneben siehst Du, wie viele Änderungen noch ungespeichert sind; „Verwerfen" setzt sie zurück.
  8. „Verbindung testen" klicken — in der Karte „Verbindungstest". Das Ergebnis bleibt in der Karte stehen.
  9. Übersicht prüfen — im Reiter „Übersicht" zeigt die Karte „Einrichtung" „4 von 4 erledigt", und die Karte „Datenflüsse" nennt für die Artikel den nächsten Lauf. Ab jetzt holt PARITY.med die Artikel automatisch ab. Die übrigen Datenflüsse sind über den Co-med-Zugang noch gesperrt; was die Sperren bedeuten, steht weiter unten.

Überblick

Die Co-med-Anbindung ist ein Dateiaustausch per SFTP: PARITY.med holt Artikel-, Lager- und Rückmeldungsdateien aus dem Eingangsverzeichnis ab und legt Bestellungen und Reservierungen im Ausgangsverzeichnis ab. Über den echten Co-med-Zugang fließen heute nur die Artikel; die übrigen Dateitypen gibt PARITY.med erst frei, wenn ihr Format mit Co-med abgenommen bzw. abgestimmt ist. Du hinterlegst den Zugang einmal, testest die Verbindung, und der Hintergrund-Sync übernimmt danach den Rest — pro Mandant und nur, solange der automatische Sync aktiv und ein Passwort hinterlegt ist.

Die Seite Co-med-Anbindung hat drei Reiter:

Artikel lassen sich auch ganz ohne Zugang einspielen: im Reiter „Datei-Upload & Verlauf" über die Karte „Artikeldatei einspielen" — siehe Wie spiele ich die Co-med-Artikelliste aus Excel oder CSV ein?.

Voraussetzungen

Woher bekomme ich die Zugangsdaten?

Die Zugangsdaten stellt Co-med bereit — nicht PARITY.med. Wende Dich an Deinen Co-med-Ansprechpartner bzw. den technischen Integrationspartner, um Host, Benutzername, Passwort, den Host-Key-Fingerprint und die Namen der Verzeichnisse zu erhalten.

Wozu brauche ich den Host-Key-Fingerprint?

Mit dem Host-Key-Fingerprint prüft PARITY.med, dass es wirklich mit dem Server von Co-med spricht. Bei der Transportart „SFTP · Co-med-Zugang" ist das Feld Pflicht: ohne Fingerprint wird die Verbindung nicht aufgebaut. Den Wert (Format SHA256:…) erfragst Du bei Co-med.

Die Transportart „FTP · Testzugang" ist nur für Testumgebungen gedacht. Nur dort erscheint statt des Fingerprints das Feld „Verschlüsselung"; Co-med selbst bietet produktiv ausschließlich SFTP an.

Was prüft der Verbindungstest?

Der Verbindungstest meldet sich mit dem gespeicherten Zugang beim Server an und liest Eingangs- und Ausgangsverzeichnis. Hast Du Felder geändert, aber noch nicht gespeichert, steht unter der Schaltfläche „Getestet wird der gespeicherte Stand." — speichere also zuerst.

Klappt alles, zeigt die Karte „Verbindung erfolgreich – Anmeldung geklappt, Eingangs- und Ausgangsverzeichnis lesbar." mit dem Zeitpunkt des Tests. Schlägt der Test fehl, steht die Meldung des Servers direkt in der Karte, sodass Du die Felder daneben korrigieren kannst.

Ob PARITY.med im Ausgangsverzeichnis schreiben darf, prüft der Test nicht — das zeigt sich erst bei der ersten Übertragung.

Warum sehe ich mein Passwort nach dem Speichern nicht mehr?

Das Passwort wird write-only gespeichert: Es wird verschlüsselt abgelegt und nie wieder angezeigt. Im Feld steht dann nur „Hinterlegt". Mit „Ändern" blendest Du die Eingabe ein und trägst ein neues Passwort ein; „Abbrechen" lässt das bestehende Passwort unverändert.

Änderst Du den Host, musst Du das Passwort erneut eingeben — das gespeicherte Passwort hängt am jeweiligen Host.

Wie werden die Co-med-Artikel mit dem Co-med-Lieferanten verknüpft?

Automatisch, ohne eigenen Klick. Sobald Du den Co-med-Lieferanten speicherst, trägt PARITY.med ihn im Hintergrund bei allen Co-med-Artikeln als Bezugsquelle ein — mit der Co-med-Artikelnummer als Lieferanten-Artikelnummer und dem Einkaufspreis des Artikels. Ohne diese Bezugsquelle fehlt der Lieferant den Artikeln in Bestellvorschlag und Bestellung. Der Erfolgshinweis nach dem Speichern sagt das: „Die Co-med-Artikel werden im Hintergrund mit … verknüpft."

Hat ein Co-med-Artikel noch keinen bevorzugten Lieferanten, wird der Co-med-Lieferant sein bevorzugter Lieferant. Bezugsquellen, die schon am Artikel stehen, bleiben unverändert.

Wechselst Du den Co-med-Lieferanten von A auf B, wird B überall dort bevorzugter Lieferant, wo bisher A bevorzugt war. A bleibt als Bezugsquelle am Artikel stehen. Hast Du bei einem Artikel von Hand einen dritten Lieferanten bevorzugt, bleibt dieser bevorzugt.

Auch jeder Artikelimport verknüpft: Neue und noch nicht verknüpfte Co-med-Artikel aus dem automatischen Sync, aus einer von Hand eingespielten Datei und aus b-med-FastOrder-Dateien bekommen den Co-med-Lieferanten sofort. Nach einem Upload nennt die Karte die Zahl in einer eigenen Zeile, etwa „12 Artikel mit dem Co-med-Lieferanten verknüpft."

Entfernst Du den Co-med-Lieferanten, bleiben die bestehenden Bezugsquellen an den Artikeln stehen.

Hattest Du den Co-med-Lieferanten schon vor der automatischen Verknüpfung hinterlegt oder ist der Lauf im Hintergrund nicht durchgelaufen, holst Du das Verknüpfen im Reiter „Übersicht" nach: In der Karte „Einrichtung" steht unter dem Schritt „Co-med-Lieferant festgelegt" die Aktion „Jetzt alle verknüpfen". Sie erscheint nur mit dem Recht, Artikel zu bearbeiten, und lässt bestehende Verknüpfungen unverändert.

Was zeigt die Übersicht?

Die Karte „Datenflüsse" listet jeden Dateityp getrennt nach Richtung: Von Co-med kommen Artikel, Lager, Rückmeldungen und Reservierungs-Bestätigungen, an Co-med gehen Bestellungen und Reservierungen. Je Zeile stehen Rhythmus, letzter Lauf, nächster Lauf und Zustand — etwa „In Ordnung", „Noch nicht gelaufen", „Fehlgeschlagen" mit dem Fehlertext darunter oder eine der beiden Sperren „Gesperrt · Abnahme ausstehend" und „Gesperrt · Format offen".

Die Karte „Zu erledigen" sammelt nur, was eine Reaktion verlangt: fehlgeschlagene Datenflüsse (mit Absprung „Verlauf ansehen"), Artikel mit unbestätigter Preisbasis oder ohne Listenpreis (jeweils mit „Artikel anzeigen") und Reservierungen, die seit über 7 Tagen unverändert sind. Gibt es nichts, steht dort „Nichts zu erledigen."

Die Karte „Einrichtung" hakt vier Schritte aus dem gespeicherten Stand ab: Co-med-Lieferant festgelegt, Zugang eingetragen, Passwort hinterlegt, Automatischer Sync aktiv. Offene Schritte führen mit „Einrichten" direkt in den Reiter „Verbindung & Zeitplan". Ist ein Co-med-Lieferant gespeichert, steht unter seinem Schritt: „Co-med-Artikel werden automatisch mit diesem Lieferanten verknüpft – auch neue Artikel aus jedem Import."

Was bedeuten „Gesperrt · Abnahme ausstehend" und „Gesperrt · Format offen"?

Über den Co-med-Zugang (SFTP) tauscht PARITY.med einen Dateityp erst aus, wenn Co-med sein Format bestätigt hat. Heute fließen über den echten Zugang nur die Artikel. Alle anderen Datenflüsse stehen in der Übersicht auf einer von zwei Sperren:

Bis zur Freigabe löst Du Bestellungen und Reservierungen über Co-Port oder telefonisch bei Co-med aus. Bestätigungen, Liefertermine und Co-med-Bestände siehst Du in Co-Port nach.

Die Sperre ist ein bekannter Ausbaustand, keine Störung. Über den FTP-Testzugang ist nichts gesperrt; dort steht bei solchen Dateitypen nur ein stiller Hinweis: „Format nicht abgeglichen" bzw. „Abnahme ausstehend".

Wie aktuell sind die Co-med-Bestände?

Über den Co-med-Zugang (SFTP) kommen heute nur die Artikel per Datei, standardmäßig einmal täglich. Der Lager-Abgleich ist dort noch gesperrt („Gesperrt · Abnahme ausstehend"): PARITY.med liest die Bestandsdatei von Co-med bereits, die Abnahme am echten Zugang steht noch aus. Co-med-Bestände siehst Du bis dahin in Co-Port nach.

Nach der Freigabe holt PARITY.med die Bestandsdatei von Co-med standardmäßig alle 10 Minuten ab. Sie enthält den ganzen Bestand im Zentrallager, deshalb ersetzt jeder Abgleich den vorherigen Stand. Der Bestand ist trotzdem kein Live-Wert: Neben der Menge steht „Stand vom" mit Datum und Uhrzeit. Eine Lieferzeit führt die Datei nicht. Meldet Co-med für einen Artikel einen Engpass, steht dort „Lieferengpass bei Co-med"; genannte Liefertermine sind dann ohne Gewähr. Eine Schnittstelle für Bestände in Echtzeit bietet Co-med nicht an.

FAQ

F: Muss ich den Sync manuell anstoßen?

A: Nein. Nach dem Speichern mit eingeschaltetem „Automatischer Sync aktiv" laufen die Abholungen in den eingestellten Intervallen. Für Sonderfälle gibt es in der Reiterleiste „Jetzt synchronisieren" mit den Punkten „Artikel synchronisieren" und „Lager synchronisieren". Das Menü ist erst nutzbar, wenn der Zugang eingerichtet, ein Passwort hinterlegt und der automatische Sync aktiv ist. Über den Co-med-Zugang (SFTP) lehnt PARITY.med „Lager synchronisieren" ab, solange der Lager-Abgleich gesperrt ist; die Meldung nennt den Grund.

F: Muss ich die Co-med-Artikel von Hand mit dem Lieferanten verknüpfen?

A: Nein. Das Speichern des Co-med-Lieferanten genügt: PARITY.med verknüpft die vorhandenen Co-med-Artikel im Hintergrund, und neue Artikel aus jedem Import bekommen den Lieferanten automatisch. Nur für einen schon früher hinterlegten Lieferanten oder einen gescheiterten Hintergrundlauf gibt es in der Karte „Einrichtung" die Aktion „Jetzt alle verknüpfen". Was beim Wechsel des Lieferanten mit der Bevorzugung passiert, steht oben unter „Wie werden die Co-med-Artikel mit dem Co-med-Lieferanten verknüpft?".

F: Was passiert, wenn ich den automatischen Sync ausschalte?

A: Der Hintergrund-Sync überspringt Deinen Mandanten. Es werden keine Dateien mehr abgeholt, und die nicht gesperrten Datenflüsse stehen in der Übersicht auf „Nicht aktiv", bis Du den Schalter wieder einschaltest und speicherst. Das Einspielen einer Artikeldatei von Hand funktioniert weiterhin.

F: „Verbindung testen" schlägt fehl — was tun?

A: Lies die Meldung in der Karte „Verbindungstest". Häufige Ursachen sind ein falscher Benutzername oder ein falsches Passwort, ein falscher Host oder Port, ein abweichender Host-Key-Fingerprint oder eine Firewall, die den Zugang blockiert. Vergleiche die Angaben mit den Daten von Co-med, speichere und teste erneut.

F: Warum ist „Verbindung testen" ausgegraut?

A: Getestet wird nur ein gespeicherter Zugang mit Host und Benutzername. Die Karte nennt, was fehlt: „Zum Testen zuerst speichern." bzw. „Zum Testen Host und Benutzername eintragen und speichern."

F: Wo sehe ich, was die Anbindung zuletzt getan hat?

A: Im Reiter „Datei-Upload & Verlauf" in der Karte „Sync-Verlauf". Unter „Anstehend" stehen die geplanten Läufe, unter „Gelaufen" die bisherigen mit Zeitpunkt, Typ, Herkunft, Datei, Sätzen und Ergebnis. Mit den Filtern „Alle", „Artikel & Lager", „Übertragungen", „Rückmeldungen" und „Nur Fehler" grenzt Du die Liste ein.

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Letzte Aktualisierung: 2026-10-04

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