Wie lese ich ein Konditionsblatt eines Kunden ein?
Wie lese ich ein Konditionsblatt eines Kunden ein?
Schritt für Schritt
- Funktion freischalten — einmalig unter Einstellungen → KI-Preislisten den Schalter aktivieren. Es ist derselbe Schalter wie für Lieferanten-Preislisten; ohne ihn nimmt der Import nur CSV und Excel an.
- Import öffnen — im Sortiment des Kunden (oder im Import-/Export-Bereich) „Kundenpreise importieren" wählen.
- Foto oder Scan hochladen — JPEG, PNG, WebP oder PDF. Wichtig: Preisspalte lesbar, Blatt möglichst gerade und ohne Schatten.
- Vorschau prüfen — die erkannten Zeilen erscheinen mit Artikelzuordnung, Preis, Staffel, Gültigkeit und einer Konfidenz in Prozent je Zeile. Nichts davon ist gespeichert.
- Zeilen prüfen und zuordnen — jede Zeile lässt sich einzeln abhaken. Passt kein Artikel eindeutig, wähle den richtigen im Auswahlfeld der Zeile. Zeilen ohne passenden Artikel oder ohne lesbaren Preis bleiben gesperrt.
- Weiter zur Vergleichsansicht — sie zeigt, was neu, geändert oder entfallen ist.
- Übernehmen — erst dieser Klick schreibt die Konditionen.
Oder: im KI-Assistenten
- Datei anhängen — im Assistenten das Büroklammer-Symbol nutzen. Foto oder gescanntes PDF, bis zu fünf Dateien in einer Nachricht.
- Sagen, für wen sie ist — „Hier ist das neue Konditionsblatt für Sanitätshaus Nordlicht". Steht der Kunde nicht im Satz, fragt der Assistent nach; geraten wird nichts.
- Karte prüfen — oben stehen die Zeilen, die eine Entscheidung brauchen, darunter eingeklappt die, die bereit sind. Weicht etwas ab, steht der Grund direkt darunter. Ein Klick auf den Pfeil zeigt die übrigen Angaben.
- Übernehmen — der Knopf nennt die Zahl der Zeilen, die geschrieben werden. Danach steht je Datei im Chat, was angelegt, was geändert und was abgelehnt wurde.
Bis zum letzten Klick ist nichts gespeichert. Wer lieber die volle Maske möchte, öffnet mit „Im Import öffnen" den gewohnten Dialog.
Führt das Blatt je Zeile eine Kundennummer, gilt das im Assistenten genauso: der im Satz genannte Kunde tritt dann zurück, und Zeilen mit einer Kundennummer, die keinen Kunden trifft, bleiben gesperrt.
Überblick
Kundenkonditionen kommen oft als Papier zurück: das Blatt, das der Außendienst beim Kunden ausgehandelt hat, abfotografiert oder als Scan ohne Textebene. PARITY.med liest solche Seiten per KI und schlägt die erkannten Zeilen vor. Vorgeschlagen, nicht übernommen — zwischen Foto und Kundenkonditionen liegen zwei Bestätigungen.
Der KI-Assistent nimmt Konditionsblätter ebenfalls entgegen. Er liest sie und bereitet sie vor; gespeichert wird in beiden Fällen über denselben Import.
Eine Datei mit echter Tabelle (CSV oder Excel) geht weiterhin den exakten Weg ohne KI. Das ist genauer und kostet nichts.
Voraussetzungen
- Aktives Modul Handel.
- Die Funktion muss für den Mandanten freigeschaltet sein (Einstellungen → KI-Preislisten). Zum Umschalten braucht es das Recht „Module verwalten".
- Zum Einlesen und Übernehmen die Rechte „Geschäftspartner bearbeiten" und „Artikel anzeigen".
- Kunde und Artikel müssen bereits angelegt sein — der Import verknüpft Bestehendes, er legt nichts an.
Wem gehören die eingelesenen Zeilen?
Das hängt davon ab, was auf dem Blatt steht.
Ein Blatt, ein Kunde ist der Normalfall: der Kunde steht im Briefkopf, nicht in der Tabelle. Dann gilt der Kunde, den Du im Dialog gewählt hast, für alle übernommenen Zeilen — vom Sortiment-Tab eines Kunden aus ist er bereits vorbelegt.
Eine Sammel-Liste über mehrere Kunden führt die Kundennummer je Zeile. PARITY.med liest sie mit und ordnet jede Zeile ihrem Kunden zu; die Kundenauswahl im Dialog entfällt dann. Abweichende Schreibweisen sind kein Problem: K-1001, K 1001 und k1001 treffen denselben Kunden.
Trifft eine gelesene Kundennummer keinen Kunden, bleibt die Zeile gesperrt und nennt die Nummer als Grund. Sie wandert bewusst nicht ersatzweise zum Kunden aus dem Dialog: eine Kondition beim falschen Kunden sieht in der Vergleichsansicht wie eine ganz normale neue Kondition aus und fällt erst bei der Rechnung auf.
Staffeln und Gültigkeit
Eine Mengenstaffel ergibt mehrere Zeilen für denselben Artikel — eine je Stufe. Die Stufe „bis 49 Stück" trägt die Mengengrenze 49; die letzte Stufe („ab 50") ist nach oben offen und zeigt keine Grenze. Das ist kein Lesefehler, sondern die übliche Form.
Steht auf dem Blatt ein Gültigkeitszeitraum, wird er übernommen. Datumsangaben liest PARITY.med in deutscher Lesart: 07.01.2026 und 07/01/2026 sind beide der 7. Januar. Zweistellige Jahreszahlen (01.07.26) werden als 2026 gelesen. Steht kein Datum da, bleibt das Feld leer, und die Übernahme setzt ihre eigene Voreinstellung — geraten wird nichts.
Wie die Zuordnung zu Artikeln funktioniert
Die erkannte Zeile wird in dieser Reihenfolge einem Artikel zugeordnet:
- über die Artikelnummer, wenn das Blatt sie führt,
- sonst über eine eindeutige Übereinstimmung der Bezeichnung,
- sonst über ähnlich geschriebene Artikel im Bestand — „Kompr.-Strumpf AD Größe 3" findet so „Kompressionsstrumpf AD Gr. 3".
Passen mehrere Artikel oder nur ähnliche, wird nichts automatisch zugeordnet. Die in Frage kommenden Artikel stehen in einem Auswahlfeld direkt an der Zeile, jeweils mit Artikelnummer, Bezeichnung und Warengruppe. Sobald Du einen auswählst, ist die Zeile zugeordnet und wird übernommen. Auch bei nur einem Vorschlag bleibt es bei der Auswahl — ein ähnlicher Name ist eine Vermutung, kein Treffer.
Grenzen
- Höchstens 20 Seiten je Datei und maximal 25 MB. Längere Listen in mehrere Dateien teilen.
- Die Seite wird nicht gespeichert: sie wird zur Auswertung übertragen, das Ergebnis kommt zurück, die Bilddaten werden weder abgelegt noch protokolliert.
- Die Auswertung läuft in einem Rechenzentrum in der EU.
- Keine Unterlagen mit Patientenbezug hochladen. Es geht um Konditionen, nicht um Versorgungen.
- Handschriftliche Korrekturen am Rand liest die KI oft mit, aber unzuverlässig. Prüfe solche Zeilen besonders.
- Im Assistenten gilt zusätzlich: höchstens fünf Dateien je Nachricht, je 25 MB und zusammen 50 MB. Die Seitengrenze von 20 bleibt.
- Ein Scan aus dem Assistenten zählt gegen Dein KI-Abfragekontingent: fünf Abfragen je Datei. Über die Import-Seite kostet derselbe Scan nichts.
FAQ
Wird etwas übernommen, ohne dass ich es bestätige? Nein. Der Scan schreibt nichts. Erst „Übernehmen" in der Vergleichsansicht schreibt, und dort siehst Du vorher genau, welche Konditionen entstehen oder sich ändern.
Warum fragt der Assistent, für wen das Blatt ist? Weil er es nicht rät. Ein falsch zugeordneter Kunde bekommt fremde Konditionen, und das fällt erst bei seiner Rechnung auf. Nenne die Kundennummer oder den genauen Namen aus dem Stamm — oder klicke einen der Vorschläge an. Gelesen wird die Datei erst, wenn der Kunde feststeht.
Ich wollte gar kein Konditionsblatt einlesen — wie komme ich da raus? Schreib einfach etwas anderes. Der Assistent lässt die Strecke los, sobald die Nachricht nicht mehr nach einem Namen aussieht. „Abbrechen" an der Karte geht auch; das Gelesene bleibt erhalten.
Warum ist der Foto-Upload bei mir ausgegraut? Dann ist die Funktion für den Mandanten nicht freigeschaltet. Ein Administrator aktiviert sie unter Einstellungen → KI-Preislisten.
Mein Blatt hat mehrere Kunden — geht das? Ja, wenn die Tabelle je Zeile eine Kundennummer führt. Die Kundenauswahl im Dialog entfällt dann, und jede Zeile geht an ihren Kunden.
Eine Zeile lässt sich nicht anhaken — warum? Weil ihr etwas fehlt, das die Übernahme braucht: ein zugeordneter Artikel, ein lesbarer Preis oder — bei einer Sammel-Liste — ein Kunde zur gelesenen Nummer. Der Grund steht als Hinweis an der Zeile.
Warum steht bei einer Zeile kein Preis? Weil die Preisangabe nicht als Betrag lesbar war — etwa „auf Anfrage" oder eine verwischte Stelle. PARITY.med rät in dem Fall nichts, sondern lässt das Feld leer und schreibt den Grund daneben.
Kann ich damit neue Kunden oder Artikel anlegen? Nein. Der Import pflegt Konditionen zwischen bestehenden Kunden und bestehenden Artikeln.
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Letzte Aktualisierung: 25.09.2026