Welche Alarme gibt es und wann lösen sie aus?

Welche Alarme gibt es und wann lösen sie aus?

PARITY.med überwacht den laufenden Betrieb selbst und meldet Probleme über drei Kanäle: E-Mail, Microsoft Teams und die Push-App ntfy.sh. Jeder Alarm trägt eine Schwere — Info (reiner Hinweis), Warning (Beobachtung empfohlen) oder Critical (sofortiger Eingriff nötig) — und genau diese Schwere entscheidet, welche Kanäle Dich erreichen. Die Übersichtstabelle weiter unten listet alle Alarme mit ihrer Auslöse-Bedingung. Welche Schwere mindestens auf welchem Kanal ankommt, kannst Du pro Kanal einstellen.

Überblick

PARITY.med beobachtet den Betrieb permanent: Es prüft im Minutentakt, ob die wichtigen Komponenten erreichbar sind, und es achtet auf geschäftsrelevante Schwellen — etwa wieviele E-Mails als unzustellbar zurückkamen oder wie hoch die Fehlerrate gerade ist. Zusätzlich testet ein externer Prüf-Job im Minutentakt vom Internet aus, ob die Anwendung überhaupt antwortet; das fängt auch Komplettausfälle ab, die das System selbst nicht mehr melden könnte.

Greift eine Bedingung, verschickt PARITY.med einen Alarm mit einer der drei Schwere-Stufen. Welche Kanäle den Alarm erhalten, hängt von dieser Schwere ab:

Schwere E-Mail Teams ntfy.sh Bedeutung
Info nein nein ja Operativer Hinweis, kein Eingriff nötig (z. B. „Backup gestartet")
Warning ja ja ja Beobachtung empfohlen — eine erste Schwelle ist erreicht
Critical ja ja ja Sofortiger Eingriff nötig — Kunden ggf. betroffen oder Daten-Verlust-Risiko

Die Mindest-Schwere lässt sich pro Kanal einstellen. Standard: E-Mail und Teams ab Warning, ntfy.sh bereits ab Info.


Welche Alarme gibt es im Einzelnen?

Die folgende Tabelle ist der Kern dieses Artikels: Sie nennt jeden Alarm, die Bedingung, ab der er auslöst, seine Schwere und ob er bereits aktiv oder noch geplant ist.

# Alarm Auslöse-Bedingung Schwere Stand
1 Erhöhte Fehlerrate (Server) mehr als 1 % fehlerhafte Anfragen pro 5 Minuten Warning aktiv
2 Versand-Stau mehr als 100 wartende Nachrichten länger als 10 Minuten Warning aktiv
3 Datenbank-Verbindungen ausgelastet über 80 % der Verbindungen belegt Warning geplant
4 Speicherplatz knapp weniger als 20 % freier Speicher Critical aktiv
5 Hohe Mail-Bounce-Rate ab 10 unzustellbaren Mails pro Stunde Warning aktiv
6 SEPA-Export-Fehler jeder einzelne Fehler Critical geplant
7 DATEV-Export-Fehler jeder einzelne Fehler Critical geplant
8 Anwendung nicht erreichbar 3× Fehler in Folge oder Zeitüberschreitung (externer Prüf-Job) Critical geplant
9 Anmelde-Dienst nicht erreichbar Anmelde-Dienst antwortet nicht Critical aktiv
10 Datei-Speicher nicht erreichbar Zugriff auf den Datei-Speicher schlägt fehl Critical aktiv
11 Manueller Test-Alarm auf Knopfdruck (Operations-Werkzeug) wählbar aktiv
12 Backup veraltet Voll-Backup älter als 8 Tage / kein Zwischen-Backup seit über 26 Stunden Critical / Warning aktiv

Stand: Bereits aktiv sind die Alarme 1, 2, 4, 5, 9, 10, 12 und der manuelle Test-Alarm (11). Noch geplant sind die Datenbank-Auslastung (3), die SEPA-/DATEV-Export-Fehler (6/7) und die externe Erreichbarkeits-Prüfung (8).


Wie sieht ein Alarm aus?

Jeder Alarm hat einen Titel und einen Text. In der E-Mail wird der Titel zur Betreffzeile und der Text zum Inhalt. In Microsoft Teams erscheint der Alarm als farbige Karte (rot, gelb oder grau je nach Schwere). In der ntfy.sh-App kommt er als Push-Nachricht mit entsprechender Priorität.

Ein Warning-Alarm zum Versand-Stau liest sich zum Beispiel so: Titel „Versand-Stau (134 Nachrichten, 14 Min Stillstand)", dazu ein Text, der erklärt, seit wann der Versand stockt und wann zuletzt etwas durchging.


Wie oft kommen Alarme — werde ich mit Mails überschwemmt?

Nein. Pro Alarm-Quelle verschickt PARITY.med innerhalb eines 10-Minuten-Fensters höchstens einen Alarm. Staut sich also der Versand 30 Minuten lang, bekommst Du eine Mail statt dreißig. Das verhindert sowohl die Flut im Postfach als auch Reputations-Schäden, weil Mail-Anbieter eine hohe Sende-Frequenz an dieselbe Adresse abstrafen.

Jede Alarm-Art zählt für sich: Greift „Speicherplatz knapp" um 11:00, kommt der nächste Alarm aus dieser Quelle frühestens um 11:10 — ein gleichzeitig auslösender Mail-Bounce-Alarm ist davon unberührt.

Auch wenn ein Alarm wegen dieser Sperre nicht erneut versandt wird, wird die fortbestehende Bedingung protokolliert. Du kannst also in der Alarm-Historie nachvollziehen, dass das Problem weiter besteht, ohne dass jeder Kanal vollläuft. Der manuelle Test-Alarm unterliegt dieser 10-Minuten-Sperre nicht — er ist genau für wiederholte Klick-Tests gedacht.


Wo sehe ich die Alarm-Historie?

Aktuell findest Du die Alarme im E-Mail-Verlauf (alle Warning- und Critical-Alarme), im Teams-Alarmkanal (als Karten-Verlauf) und in der ntfy.sh-App (als Nachrichten-Liste).

Eine eigene Status-Seite mit der Alarm-Übersicht der letzten 24 Stunden und einer Live-Ampel für die Komponenten (grün/gelb/rot) ist in Vorbereitung.


Wie teste ich, ob die Alarm-Kanäle funktionieren?

Wenn Du prüfen willst, dass E-Mail, Teams und ntfy.sh wirklich durchgehen — etwa nach einem Anbieter-Wechsel, einer geänderten Teams-Adresse oder einem Wartungsfenster — geht das im Suite-Portal in Sekunden, ohne einen echten Vorfall:

  1. Im Suite-Portal anmelden.
  2. Einstellungen → Mail-Status öffnen.
  3. Auf der Karte „Alarm-Channels testen" einen der drei Buttons klicken:
Button Effekt Sichtbar in
Info-Test nur ntfy.sh ntfy.sh-App / Web-Ansicht
Warning-Test E-Mail + Teams + ntfy.sh Postfach + Teams-Alarmkanal + ntfy.sh
Critical-Test alle drei (rot codiert) analog, mit roter Karte in Teams

alarm-triggers-test-buttons.png (Screenshot bitte hier einfügen.) Bildbeschreibung: Karte auf der Mail-Status-Seite mit Titel „Alarm-Channels testen". Drei Buttons nebeneinander: „Info-Test" (Umriss), „Warning-Test" (Umriss), „Critical-Test" (rot hervorgehoben).

Nach dem Klick erscheint unten rechts eine kurze Rückmeldung mit dem Resultat:

Wer kann testen? Nur Benutzer mit dem Recht „Rollen verwalten" — für alle anderen sind die Buttons unsichtbar.

Was tun, wenn ein Kanal still bleibt?

Symptom Mögliche Ursache Wo nachschauen
E-Mail kommt nicht Mindest-Schwere zu hoch / Empfänger-Adresse als unzustellbar gesperrt Bounce-Liste auf der Mail-Status-Seite
Teams kommt nicht Webhook-Adresse leer oder falsch / Power-Automate-Ablauf gestoppt Power-Automate-„Lauf-Historie" — siehe Teams-Webhook einrichten
ntfy.sh kommt nicht falsches Thema / fehlende Push-Berechtigung im Betriebssystem / Akku-Optimierung siehe ntfy-Mobile-App einrichten §FAQ

Die Rückmeldung nach dem Klick zeigt die tatsächlich ausgelieferten Kanäle — fehlt einer, weißt Du sofort, welcher Weg nicht durchgeht.


Häufige Fragen (FAQ)

F: Ich habe getestet — aber E-Mail und Teams blieben still. Warum?

A: Wahrscheinlich hast Du Info-Test geklickt. E-Mail und Teams reagieren standardmäßig erst ab Warning — Info-Alarme erreichen sie also nicht. Klick für einen vollständigen Test stattdessen Warning-Test oder Critical-Test.

F: Was bedeutet ein Eintrag mit „throttled" in der Historie?

A: Der Alarm hat innerhalb des 10-Minuten-Fensters bereits ausgelöst. Die zweite Auslösung wird nicht erneut an die Kanäle weitergegeben (keine Doppel-Mail), aber die fortbestehende Bedingung wird trotzdem protokolliert — als Beleg, dass das Problem weiter besteht.

F: Wann wird aus einem Warning automatisch ein Critical?

A: Heute nicht automatisch — jeder Alarm hat seine feste Schwere. Greift ein Warning länger als 30 Minuten, folgt kein automatisch hochgestuftes Critical. Eine automatische Eskalation ist ein späteres Ausbau-Thema.

F: Wie schalte ich einen Alarm vorübergehend aus — z. B. für ein geplantes Wartungsfenster?

A: Heute nur grob über die Mindest-Schwere pro Kanal: Setzt Du sie z. B. auf Critical, kommen während des Fensters nur noch Critical-Mails. Nach dem Wartungsfenster wieder auf Warning zurückstellen. Einzelne Alarme gezielt stummschalten ist ein späteres Ausbau-Thema.

F: Warum ist ntfy.sh standardmäßig schon ab Info aktiv, E-Mail und Teams erst ab Warning?

A: ntfy.sh ist ein Mobile-Push — er belegt keinen Platz im Postfach und drängt sich nicht auf. So nimmst Du Info-Hinweise „im Augenwinkel" mit, ohne bei jeder Kleinigkeit aktiv unterbrochen zu werden. Wenn Du möchtest, kannst Du ntfy.sh auf Warning hochsetzen und so mit E-Mail und Teams gleichschalten.

F: Kann ich einen eigenen Alarm ergänzen — z. B. „Tagesumsatz unter Schwelle"?

A: Aktuell nicht — die Alarme sind fest vorgegeben. Eigene Alarm-Regeln pro Mandant sind ein späteres Ausbau-Thema und kommen voraussichtlich zusammen mit dem Berichts-Ausbau.

F: Was passiert, wenn alle drei Kanäle gleichzeitig ausfallen?

A: Der Alarm wird trotzdem dauerhaft protokolliert, mit dem Hinweis, dass kein Kanal erreichbar war. So lässt er sich später nachholen (Mail erneut versenden, Teams-Verlauf prüfen).

F: Warum liegt die Schwelle für die Fehlerrate bei 1 % und nicht bei 0,1 %?

A: Das ist ein Erfahrungswert aus dem B2B-Betrieb: Kurze Aussetzer — etwa direkt nach einem Update — erzeugen Fehler-Spitzen von 0,3–0,5 %, ohne dass real ein Problem vorliegt. Eine Schwelle von 1 % ignoriert dieses Rauschen, meldet aber ein anhaltendes Problem zuverlässig.


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Letzte Aktualisierung: 2026-06-26 Pflege: Tabelle und FAQ werden mit jedem neu aktivierten Alarm aktualisiert.

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